16.10.2020

Die Europäische Kommission hat das „Temporary Framework“, das die Grundlage für die verschiedenen COVID-Hilfsmaßnahmen bildet, bis 30. Juni 2021 verlängert. Marktfähige Risiken können somit weiterhin über die OeKB abgesichert werden. 

OeKB darf weiterhin "marktfähige" Risiken absichern

Im Frühjahr hat die EU-Kommission bisher als "marktfähig" geltende Exportkredit-Risiken vorübergehend zu "nicht-marktfähigen" Risiken erklärt. Somit können diese Risiken derzeit auch von staatlichen oder staatlich unterstützten Exportkreditagenturen gedeckt werden.

Als "marktfähig" gelten kurzfristig zahlbare Geschäfte (unter 2 Jahren) mit Vertragspartnern in der EU und in ausgewählten weiteren OECD-Ländern: Australien, Island, Japan, Kanada, Neuseeland, Norwegen, die Schweiz, die USA sowie das Vereinigte Königreich.

Die erweiterten Deckungsmöglichkeiten waren zunächst bis zum 31. Dezember 2020 befristet. Kürzlich hat die EU-Kommission bekannt gegeben, dass die Regelung bis 30. Juni 2021 verlängert wird. 

ZUR PRESSEMITTEILUNG DER EU-KOMMISSION

Absicherung kurzfristiger Kreditrisiken in EU- und OECD-Ländern

Für österreichische Exportunternehmen bedeutet das, dass sie vorläufig bis Ende Juni 2021 Geschäfte mit ihren Kunden auch in EU-Ländern und ausgewählten OECD-Ländern mit einer Exportgarantie für direkte Lieferungen und Leistungen über die OeKB absichern können.

Das gilt sowohl für kurzfristig zahlbare (unter 2 Jahren) Einzelgeschäfte als auch für sich wiederholende Geschäfte. Bei Letzteren werden alle Lieferungen innerhalb eines bestimmten Zeitraumes in die Absicherung miteinbezogen und mit einem sogenannten Saldorahmen dargestellt.