Siemens VAI Metals Technologies GmbH & Co wurde vom ukrainischen Geschäftspartner Zaporizhstal mit der Errichtung einer Beizanlage auf Säurebasis inkl. einer Säureregenerationsanlage im Wert von ca. 43 Mio. Euro beauftragt.
Die neue Anlage soll drei bestehende Beizanlagen ersetzen und eine Kapazität von ca. 1,35 Mio. Jahrestonnen gebeiztes Stahlband erreichen.
Der Standort in der Ukraine genießt aufgrund niedriger Material-, Energie- und Personalkosten Vorteile im Vergleich zu internationalen Gegebenheiten. Sowohl der Bedarf an Koks als auch an Eisenerz kann lokal befriedigt werden. Ebenso ist die Versorgung mit elektrischer Energie im Großraum Zaporozhje als unproblematisch einzustufen.
Zaporizhstal überlegt weitere Investitionen (2,3 Mrd. Euro bis 2015), die die Modernisierung /den Ersatz von veralteten Anlagen vorsehen. Dadurch sollen eine Erweiterung der Produktpalette, eine Verbesserung der Qualität und schlussendlich auch der Ausbau der Kundenstruktur (z.B. Automobilindustrie) erzielt werden.
Das geplante Investitionsprogramm, insbesondere Modernisierung der Sinteranlagen, laufende Effizienzverbesserungen der Hochöfen sowie Austausch der Siemens Martin-Öfen gegen Konverter, soll außerdem wesentlich zur Verbesserung der Umweltauswirkungen des Stahlwerkes beitragen. Die von Siemens VAI nunmehr gelieferte Anlage entspricht international üblichen Standards und wird die Emissions- und Abwasserbelastung stark verbessern, weil sie drei veraltete Anlagen ersetzt.
Bei diesem klassischen multi-sourcing Projekt konnte die Oesterreichische Kontrollbank AG als federführender Exportkreditversicherer die jeweiligen ausländischen Lieferpakete bei Euler Hermes/Deutschland bzw. EGAP/Tschechien rückversichern. Dadurch wird das gesamte Projekt zu einheitlichen Konditionen gedeckt und somit die Strukturierung der Finanzierung vereinfacht.