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  04.09.2007 | Voith Siemens Turbinen für iranisches Pumpspeicherkraftwerk  

Voith Siemens Hydro Power Generation GmbH & Co.KG hat einen Vertrag über rund 43 Mio. EUR für die Lieferung und Montage von vier Turbinen samt Generatoren für das geplante Pumpspeicherkraftwerk Siah Bishe - das erste dieser Art im Iran - abgeschlossen. Die Turbinen haben eine Leistung von jeweils 250 MW.
Der Strommarkt Iran

Die Energieerzeugungskapazität des Iran betrug Anfang 2003 ca. 31 GW (Vgl: Österreich rund zehn GW), wovon ein Großteil fossil befeuerte Kraftwerke (Erdgas oder Öl) waren. Bei den restlichen ca. 7% handelte es sich um Wasserkraftwerke. 2004 hat die iranische Regierung begonnen, Windkraftanlagen zu nutzen und sieht auch auf diesem Gebiet ein Wachstumspotenzial. Aufgrund der ständig steigenden lokalen Energienachfrage plant der Iran seine Stromerzeugungkapazitäten bis 2010 um 18 GW auszubauen.

Das Pumpspeicherkraftwerk Siah Bishe mit einer Gesamtleistung von 1.000 MW (4 x 250 MW) liegt am Fluss Chalus, etwa 125 km nördlich von Teheran. Der Gesamtwert dieses Projektes beträgt laut Aussage der Projekterrichtungsgesellschaft Iran Water & Power Resources Development Co. ("IWPC") rund 315 Mio. Euro.  Der generierte Strom wird über ein Umspannwerk in eine bereits bestehende Hochspannungsleitung eingespeist, die in ca. 200 m Entfernung vom Kraftwerk verläuft.
Mit der Realisierung dieses Projektes wurde bereits 1985 begonnen, bis heute sind ca. 15 – 20% der lokalen Bauarbeiten abgeschlossen.

Umwelt

Eine Umweltprüfung hat ergeben, dass die Durchführung dieses Projekts grundsätzlich vertretbar erscheint, wenn das angedachte Monitoring- und Mitigationskonzept seitens des iranischen Abnehmers umgesetzt wird. Mögliche ungünstige Umwelteinflüsse fallen im Vergleich zu großen Wasserkraftwerken und Staudämmen in bewohnten Regionen äußerst gering aus und es ist weiters keine Umsiedlung von Menschen erforderlich. Eine Zusammenfassung des EAR ist auf der OeKB-Homepage veröffentlicht.

Rückversicherung mit Euler Hermes

Aufgrund von Sublieferungen und lokalen Kosten ergeben sich bei diesem Projekt drei Tranchen, die in unterschiedlichen Währungen fakturiert werden. Die dazugehörigen Kreditfinanzierungen werden ebenfalls in den jeweiligen Währungen abgeschlossen. Die Finanzierung erfolgt von der BHF-Bank AG, Frankfurt. Für den deutschen Lieferanteil von rd. 30% konnte die OeKB eine Rückversicherung mit Euler Hermes abschließen.



Kontakt

Mag. (FH) Dunja Strommer

Tel. +43 1 53127-2657

Fax +43 1 53127-4657

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