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01.02.2012

  Geänderte Deckungsbedingungen für Lettland, Litauen, Ägypten und Iran 

Bei Lettland und Litauen hat sich die Landkategorie verbessert. Die Deckungsrichtlinien für Geschäfte mit Ägypten haben sich verschärft. Die Landkategorie des Irans hat sich verschlechtert.

Lettland

Der OECD-Einstufung Rechnung tragend wird Lettland ab sofort von Kategorie 5 in 4 verbessert.

Verbesserung des makroökonomischen Umfeldes

Nach dem dramatischen Einbruch 2009 ist die Wirtschaft Lettlands im letzten Jahr wieder auf den Wachstumspfad zurückgekehrt. Möglich wurde dies durch umfangreiche internationale Finanzhilfe und ein rigides Spar- und Reformprogramm. Dadurch konnten Erfolge bei der Budgetkonsolidierung und eine Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit erreicht werden. Dies führte zu einer spürbaren Verbesserung der Leistungsbilanz. Der Sparkurs der Regierung soll auch 2012 konsequent fortgeführt werden.

Litauen

Der OECD-Einstufung Rechnung tragend wird Litauen ab sofort von Kategorie 4 in 3 verbessert.

Verbesserte Zukunftsperspektiven

Das von der globalen Finanzkrise 2008/09 stark getroffene Land konnte sich im Jahr 2011 wieder erholen und eine solide Wachstumsrate erzielen. Dazu beigetragen hat vor allem das Anti-Krisen-Paket, das die Regierung zur Überwindung der Rezession geschnürt hat. Zudem konnten durch ein Sparprogramm, das auch die nächsten Jahre fortgesetzt werden soll, Erfolge bei der Budgetkonsolidierung erzielt werden. Es ist auch zu erwarten, dass die ausländischen Direktinvestitionen aufgrund umfangreicher Infrastrukturprojekte weiter ansteigen. Litauen ist es bisher gelungen, ohne Finanzhilfe vom IWF der Krise zu trotzen. 

Ägypten

Deckungsrichtlinien verschärft

Aufgrund der wirtschaftlichen Probleme wurden die Länderkategorie entsprechend der OECD-Einstufung von 4 in 5 verschlechtert und die Deckungsbedingungen eingeschränkt.

Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage hat sich im letzten Jahr deutlich verschlechtert. Das Minus im öffentlichen Haushalt hat sich weiter erhöht, in erster Linie durch hohe Subventionszahlungen für Nahrungsmittel und Energie. Bisher ist das Budget vor allem durch den heimischen Bankensektor finanziert worden, in Zukunft dürfte es den Banken allerdings immer schwerer fallen, heimische Staatsanleihen zu kaufen. Problematisch sind auch die deutliche Verschlechterung der Leistungsbilanz und die schmelzenden Devisenreserven. Die Einnahmen aus dem Tourismus sind ebenso signifikant zurückgegangen, während die Einnahmen aus der Benützung des Suezkanals in etwa gleichgeblieben sind. Der Finanzierungsengpass macht den bisher vermiedenen Gang zum IMF notwendig, nachdem die arabischen Länder ihren ursprünglichen Zahlungsversprechen nur in geringem Ausmaß nachgekommen sind.

Unsichere politische Situation

Die weitere politische Entwicklung und die Neuordnung des Landes nach den noch laufenden Wahlen, die bisher einen deutlichen Sieg der islamischen Kräfte gebracht haben, bleiben abzuwarten. Die Ausbrüche von Gewalt, insbesondere auch zwischen den Salafiten und den christlichen Kopten, und die Verschlechterung der allgemeinen Sicherheitslage geben Anlass  zur Sorge. Ägypten genießt aber weiterhin die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft, sowohl in wirtschaftlicher als auch in außenpolitischer Hinsicht.

Iran

Der OECD-Einstufung Rechnung tragend wird der Iran ab sofort von Kategorie 6 in 7 verschlechtert.

Ungelöster Atomkonflikt

Im Nuklearstreit zwischen dem Iran und den westlichen Staaten ist weiterhin keine Lösung in Sicht. Die politischen Spannungen haben sich in den letzten Wochen wieder erhöht. Darüber hinaus wirken sich die im Zuge des Atomkonfliktes verhängten Sanktionen zunehmend negativ auf die iranische Wirtschaft aus. 

Erweiterte EU-Sanktionen

Jüngst wurden zudem von Seiten der EU die Sanktionen gegen den Iran weiter verschärft. Neben einem Ölembargo und einem Verbot von Lieferungen von wesentlichen Technologien und Ausrüstungen für die petrochemische Industriewurden auch die Finanzsanktionen auf die iranische Zentralbank und die Bank Tejarat ausgeweitet.


Die Banken Kargoshaee, Mellat, Melli, Refah, Saderat, Sepah und Sina, die Export Development Bank, Post Bank und die Europäisch-Iranische Handelsbank wurden bereits zu früheren Zeitpunkten auf die Sanktionsliste gesetzt und können für Garantieanträge ebenfalls nicht akzeptiert werden.


Die Absicherungsmöglichkeiten für kleinere, kurzfristige Geschäfte bleiben weiterhin aufrecht, wobei allerdings die strikte Einhaltung der Sanktionsbestimmungen vorausgesetzt ist.


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