Die Direktinvestoren melden einen besseren Geschäftserfolg und blicken zuversichtlicher in die Zukunft, wie die aktuelle Erhebung zum Thomson Reuters & OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa zeigt.
Das Geschäftsklima in der Gesamtregion hat sich im Jänner 2010 weiter verbessert, nachdem bereits bei der letzten Erhebung im Oktober 2009 erste Zeichen einer Aufhellung erkennbar waren. Der entsprechende Indikator steigt um 6 Prozentpunkte auf einen aktuellen Wert von +16. Dies ist nicht nur auf optimistischere Geschäftserwartungen zurückzuführen, sondern auch auf eine gegenüber Oktober gestiegene Zufriedenheit mit der derzeitigen Geschäftslage in Mittelosteuropa. Erstmals seit einem Jahr liegt der Indikator für die aktuelle Geschäftslage wieder im positiven Bereich, wenn auch nur geringfügig.
Zufluss an Direktinvestitionen bleibt moderat
Trotz der weiteren Aufhellung des Geschäftsklimas bleiben die MOE-Direktinvestoren bezüglich ihrer Expansionspläne zurückhaltend. Gegenüber Oktober steigt der Indikator, der die Erweiterungsinvestitionen anzeigt, um nur einen Prozentpunkt auf einen Saldenwert von +4. Auch beim Eintritt in neue Märkte herrscht derzeit Vorsicht. Im Vergleich zur letzten Erhebung ist die Zahl der Neuinvestitionsprojekte in der Region von 46 auf 43 weiter gesunken. Anfang 2009 lag dieser Wert noch bei 73.
Gute Aussichten für Versicherungen
Das im Branchenvergleich beste Geschäftsklima und die mit Abstand deutlichste Aufhellung gegenüber Oktober weist der Versicherungssektor auf. Die Versicherungen zeigen sich nicht nur mit ihrer aktuellen Geschäftslage hoch zufrieden, sie blicken auch sehr zuversichtlich in die Zukunft. Dies spiegelt sich in der Expansionsbereitschaft des Sektors wider: Die Versicherungen signalisieren, dass sie keine einzige Niederlassung verkleinern oder schließen wollen. Gleichzeitig sollen 24% der MOE-Standorte ausgebaut und 76% unverändert beibehalten werden. Dieses Festhalten an der Präsenz in der Region - auch in schwierigen Zeiten - hat sich als ein wesentliches Charakteristikum der Versicherungsbranche herauskristallisiert.
Überraschende Ergebnisse für Russland
Im Ländervergleich sind die aktuellen Ergebnisse für Russland bemerkenswert. Mehr als die Hälfte der Russland-Investoren geht davon aus, dass sich die Wirtschaftsentwicklung des Landes verbessern wird, und dass die Betriebe vor Ort in den kommenden sechs Monaten einen deutlichen Aufschwung erleben werden. In keinem anderen Land der Region ist der Anteil der optimistischen Stellungnahmen derartig hoch. Diese Entwicklung muss jedoch auch vor dem Hintergrund gesehen werden, dass Russland im Jahr 2009 einen massiven Wirtschaftseinbruch erlitten hat. Offensichtlich gehen die Direktinvestoren nun davon aus, dass die Wirtschaft Russlands die Talsohle erreicht hat und in eine Erholungsphase eintritt.
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