Namibia

Namibia zählt mit weniger als vier Einwohnern pro Quadratkilometer zu den am dünnsten besiedelten Ländern im südlichen Afrika. Obwohl Namibia mit einer Fläche von rund zweieinhalbmal der Größe Deutschlands deutlich größer ist als seine ehemalige Kolonialmacht, leben dort nur rund 3,1 Millionen Menschen.

Wirtschaftliche Situation

Potenziale durch Rohstoffe, Energie und Infrastruktur

Der Bergbau bildet das Rückgrat der namibischen Wirtschaft. Das Land verfügt über bedeutende Vorkommen an Diamanten, Uran, Kupfer und Zink und zählt damit zu den wichtigsten Rohstoffproduzenten des afrikanischen Kontinents. Während die Diamantenindustrie zuletzt unter Druck stand, entwickelten sich insbesondere die Uranförderung sowie die Öl- und Gasexploration dynamisch. Die beiden Ende 2021 entdeckten Offshore-Vorkommen „Graff“ und „Venus“ gelten als Meilensteine für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Namibias und könnten das Land zu Beginn des nächsten Jahrzehnts zu einem bedeutenden Erdölproduzenten machen. Zusätzlich sind umfangreiche Investitionen in erneuerbare Energien geplant, vor allem im Bereich „grüner Wasserstoff“ wurden bereits zahlreiche Vereinbarungen mit großen internationalen Unternehmen abgeschlossen.

Neben dem Energiesektor investiert die Regierung verstärkt in Verkehrswege, Häfen, Stromversorgung und Logistik. Unterstützt werden diese Bemühungen durch Reformen zur Verbesserung des Investitionsklimas, darunter vereinfachte Steuerregelungen, neue Visa-Programme für Investoren und eine stärkere Kontrolle öffentlicher Investitionsprojekte. Die ausländischen Direktinvestitionen dürften in den kommenden Jahren vor allem in den Bereichen Energie, Bergbau und verarbeitende Industrie auf hohem Niveau bleiben.

Attraktive Wachstumsperspektive trotz struktureller Herausforderungen

Trotz der positiven Perspektiven bestehen weiterhin erhebliche strukturelle Herausforderungen. Die Arbeitslosenquote liegt, je nach Quelle und Berechnungsmethode, bei bis zu knapp 37 %, wobei insbesondere die Jugendarbeitslosigkeit ein zentrales gesellschaftliches Problem darstellt. Die Kombination aus hoher Arbeitslosigkeit und einer ausgeprägten Einkommensungleichverteilung, gemessen am Gini-Koeffizienten von 59,1, macht Namibia zu einem der Länder mit der größten sozialen Ungleichheit weltweit. Hinzu kommen eine hohe Armutsquote, Defizite im Bildungssystem, steigende Kriminalität sowie die weiterhin hohe Verbreitung des HIV-Virus.

Langfristig verfügt Namibia jedoch über attraktive Wachstumsperspektiven. Die Kombination aus umfangreichen Rohstoffvorkommen, zahlreichen Energieprojekten, einer vergleichsweise guten Governance und einer steigenden Bedeutung als Lieferant kritischer Rohstoffe dürfte das Land zu einem der interessantesten Investitionsstandorte im südlichen Afrika machen.

Die Förderung von Erdöl und Erdgas dürfte sich relativ bald zu einem der profitabelsten Wirtschaftszweige des Landes entwickeln. Auch der Fokus auf die Produktion von grünem Wasserstoff wird dazu beitragen, dass sich die Energiearmut des Landes in den kommenden Jahren deutlich verringert.
Gerald Mayer
Länderexperte Namibia

Politische Situation

Politische Stabilität und Reformagenda

Namibia gilt seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1990 als eines der politisch stabilsten Länder Afrikas. Die South West Africa People's Organisation (SWAPO) dominiert seit Jahrzehnten die politische Landschaft und verfügt aktuell über eine klare Mehrheit im Parlament.

Nach dem Tod von Präsident Hage Geingob Anfang 2024 wurde Netumbo Nandi-Ndaitwah bei den Präsidentschaftswahlen im November 2024 mit mehr als 58 % der Stimmen zur ersten Präsidentin Namibias gewählt. Sie kündigte an, ihre Amtszeit insbesondere der Bekämpfung der hohen Jugendarbeitslosigkeit sowie Investitionen in grüne Energie, Landwirtschaft und Infrastruktur zu widmen. Gleichzeitig setzt die Regierung verstärkt auf Maßnahmen zur Korruptionsbekämpfung und zur Effizienzsteigerung staatlicher Institutionen.

Governance-Risiken und Zukunftsperspektiven

Politische Risiken ergeben sich vor allem aus der zunehmenden Zentralisierung von Entscheidungsprozessen. Insbesondere im Öl- und Gassektor könnten geplante Gesetzesänderungen dazu führen, dass die Präsidentin zukünftig wichtige Entscheidungen über Förderlizenzen und regulatorische Fragen treffen kann. Beobachter sehen dadurch erhöhte Risiken hinsichtlich Transparenz und Korruptionsanfälligkeit.

Der entscheidende Erfolgsfaktor für Namibia wird sein, ob es gelingt, die erwarteten Einnahmen aus dem Rohstoff- und Energiesektor für nachhaltiges Wachstum, Beschäftigung und sozialen Fortschritt zu nutzen.

Der entscheidende Erfolgsfaktor für Namibia wird sein, ob es gelingt, die erwarteten Einnahmen aus dem Rohstoff- und Energiesektor für nachhaltiges Wachstum, Beschäftigung und sozialen Fortschritt zu nutzen.
Gerald Mayer
Länderexperte Namibia
+ Stärken - Schwächen
  • Bedeutende Offshore-Öl- und Gas- und Rohstoffvorkommen mit sehr hohem Investitionspotenzial
  • Hohe Zuflüsse ausländischer Direktinvestitionen in Energie-, Bergbau- und Infrastrukturprojekte
  • Politische Stabilität und grundsätzlich investorenfreundliches Umfeld inkl. gut entwickelter Institutionen
  • Hervorragende Vorrausetzungen für erneuerbare Energien (v.a. Wind, Sonne), Fokus auch auf grünen Wasserstoff
  • Hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere unter Jugendlichen
  • Starkes Leistungsbilanzdefizit und hohe Abhängigkeit von Rohstoffexporten, Bergbausektor erwirtschaftet über 50 Prozent der Deviseneinnahmen
  • Abhängigkeit von Energieimporten – Namibia importiert über 2/3 seines Stroms
  • Starke soziale Ungleichheit
  • Überbordender Staatssektor

Die Küste Namibias beheimatet Skelette... 

Die Atlantikküste Namibias wird als „Skelettküste“ bezeichnet. Dichte Nebelschwaden, eine starke Brandung und gefährliche Strömungen führten in der Vergangenheit zu zahlreichen Schiffsunglücken. Ihren Namen verdankt die Küste den Überresten dieser Wracks sowie Knochen gestrandeter Wale und Robben, die diesen Küstenabschnitt säumen.

...und Diamanten

An der Südküste hingegen wurden einst so viele Diamanten gefunden, dass große Gebiete rund um Lüderitz bis heute als Sperrgebiet gelten. Berichten zufolge konnten die wertvollen Steine teilweise direkt an der Oberfläche des Wüstensandes aufgesammelt werden. Die Diamanten wurden über Millionen Jahre vom Oranje-Fluss ins Meer gespült und durch Meeresströmungen wieder an die Küste zurückgetragen.

Nicaragua

Nicaragua liegt zwischen dem Pazifik und dem Karibischen Meer und beeindruckt mit einer vielseitigen Landschaft aus Seen, Vulkanen und langen Küstenabschnitten. Das mittelamerikanische Land zählt zu den bedeutenden Kaffeeproduzenten der Region und ist international vor allem für hochwertigen Arabica-Kaffee bekannt. Die fruchtbaren Vulkanböden sowie die günstigen klimatischen Bedingungen in den Hochlandregionen schaffen ideale Voraussetzungen für den Anbau von Kaffee höchster Qualität.

Wirtschaftliche Situation

Gold als Wachstumstreiber

Die Wirtschaft Nicaraguas profitiert von starken Rücküberweisungen aus dem Ausland, einem expandierenden Goldbergbausektor sowie verstärkten Infrastrukturinvestitionen. Insbesondere die steigenden Goldexporte leisten einen wichtigen Beitrag zu den Deviseneinnahmen und gleichen die geringe Diversifizierung der Wirtschaft teilweise aus.

Die exportorientierte Fertigungsindustrie (Maquila) steht dagegen zunehmend unter Druck. Internationale Unternehmen reduzieren ihr Engagement, da die politischen Beziehungen zwischen Nicaragua und den USA sehr angespannt bleiben. Gleichzeitig führen Handelshemmnisse und Zölle zu einer schwächeren Industriekonjunktur.

Strukturelle Herausforderungen

Wachstumsimpulse kommen von Infrastrukturprojekten, die teilweise mit Unterstützung Chinas umgesetzt werden. Chancen bestehen darüber hinaus im Bergbau und bei potenziellen neuen Investitionen aus asiatischen Staaten. Gleichzeitig bleiben die Abhängigkeit von Rücküberweisungen, die geringe Produktivität vieler Wirtschaftssektoren sowie politische Unsicherheiten die zentralen strukturellen Schwächen des Landes.

Weiterhin stellen die Abhängigkeit von Rücküberweisungen, die geringe Produktivität vieler Wirtschaftssektoren sowie politische Unsicherheiten die zentralen strukturellen Schwächen des Landes dar.
Gerald Mayer
Länderexperte Nicaragua

Politische Situation

Machtkonzentration und autoritäre Entwicklung

Die aktuelle politische Entwicklung stellt derzeit den größten Risikofaktor für Nicaragua dar. Denn Präsident Daniel Ortega und Co-Präsidentin Rosario Murillo kontrollieren mit wenigen Ausnahmen sämtliche staatlichen Institutionen. Die von den beiden kontrollierte Regierung hat ihre Machtbasis in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut und weitreichende Verfassungs- und Gesetzesänderungen umgesetzt.

Für große nationale und internationale Aufregung sorgte die Ankündigung Ortegas im Juli 2026 künftig keine Wahlen mehr abzuhalten. Die ursprünglich für November 2027 angesetzten Wahlen dürften also nicht stattfinden. Parallel wurden neue Gesetze beschlossen, die den Sicherheitsbehörden zusätzliche Befugnisse bei Überwachung, Vermögensbeschlagnahmungen und Eingriffen in die Privatsphäre der Bürger einräumen.

Die zunehmende Machtkonzentration in der Ortega-Murillo-Familie wird von internationalen Beobachtern als weitere Festigung des autoritären Systems bewertet. Oppositionelle Parteien verfügen praktisch über keine politischen Handlungsmöglichkeiten mehr, während unabhängige Medien, Universitäten, Unternehmen und religiöse Organisationen immer mehr unter Druck geraten.

Politische Stabilität bei wachsenden Risiken

Trotz dieser bedenklichen Entwicklungen wird kurzfristig mit politischer Stabilität gerechnet, da Regierung, Polizei und Streitkräfte eng zusammenarbeiten und oppositionelle Aktivitäten konsequent unterdrückt werden. Mittelfristig könnten jedoch die zunehmende internationale Isolation, neue US-Sanktionen, wirtschaftlicher Druck und soziale Spannungen die Risiken erhöhen.

Die aktuelle politische Entwicklung bleibt der größte Risikofaktor für Nicaragua. Präsident Ortega und seine Frau, die Vize-Präsidentin, kontrollieren fast alle staatlichen Institutionen und haben ihre Macht durch Verfassungs- und Gesetzesänderungen zuletzt weiter gefestigt.
Gerald Mayer
Länderexperte Nicaragua
+ Stärken - Schwächen
  • Steigende Goldexporte und Investitionen im Bergbausektor sorgen für wichtige Deviseneinnahmen
  • Das stabile Wechselkurssystem unterstützt eine niedrige Inflation und finanzielle Stabilität
  • Hohe Rücküberweisungen von im Ausland lebenden Nicaraguanern (Remittances) stärken den Konsum, die Leistungsbilanz und die Devisenreserven
  • Die starke Abhängigkeit von Remittances und von Exporten in die USA macht die Wirtschaft sehr anfällig für externe Schocks
  • Unsicherheiten hinsichtlich Eigentumsrechte und der Qualität der staatlichen Institutionen belasten das Investitionsklima
  • Geringe wirtschaftliche Diversifizierung - Konzentration auf die Landwirtschaft sowie auf einfache Industrieprodukte bremsen das Produktivitätswachstum
  • Der eingeschränkte Zugang zu internationalen Finanzmärkten erhöht die Abhängigkeit von bilateralen Geldgebern (v.a. von China)
  • Schwache bzw. fehlende Kontrollmechanismen, zunehmende Machtkonzentration und eingeschränkte politische Freiheiten verschlechtern die Governance dramatisch

Land der Vulkane...

Nicaragua wird oft als „Land der Vulkane“ bezeichnet. Entlang der Pazifikküste erstreckt sich eine Kette mehrerer Vulkane, die das Landschaftsbild maßgeblich prägt. Von den rund 20 Vulkanen im Land ist etwa die Hälfte noch aktiv.

...und des Vulkan-Boardings

Eine besondere Attraktion ist der Vulkan Cerro Negro. An seinen Hängen können Besucher auf speziellen Brettern die schwarze Vulkanasche hinunterrutschen. Diese ungewöhnliche Sportart, auch Vulkan-Boarding genannt, macht Nicaragua zu einem der wenigen Orte weltweit, an denen ein solches Abenteuer möglich ist.

  Namibia Nicaragua

BIP-Wachstum

Nach einer deutlichen Abschwächung des Wirtschaftswachstums 2025 befindet sich Namibia mittlerweile wieder auf einem moderaten Wachstumspfad.

Für das Gesamtjahr 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 3 % erwartet. Wesentliche Impulse kommen dabei aus dem Bergbausektor sowie aus umfangreichen Investitionen in die Öl- und Gasindustrie. Auch Infrastrukturprojekte in den Bereichen Transport und Energie tragen zur wirtschaftlichen Belebung bei.

Mittelfristig könnten die bedeutenden Offshore-Ölfunde vor der namibischen Küste die Wachstumsdynamik weiter erhöhen.

Die nicaraguanische Wirtschaft zeigte sich 2025 trotz schwieriger globaler Rahmenbedingungen robust. Das reale BIP wuchs um rund 4,9 % und damit deutlich stärker als 2024 (3,6 %). Haupttreiber waren der private Konsum und hohe Rücküberweisungen nicaraguanischer Arbeitnehmer aus den USA.

Für 2026 wird jedoch eine Abschwächung des Wachstums auf etwa 2,8 % bis 3,2 % erwartet. Gründe dafür sind zunehmende politische Spannungen mit den USA, rückläufige Rücküberweisungen infolge strengerer US-Migrationsregeln sowie eine schwächere Entwicklung der Maquila-Industrie. Zudem belasten hohe Zinsen und eine restriktive Finanzpolitik Konsum und Investitionen.

Mittelfristig dürfte sich das Wachstum weiter verlangsamen, da die starke Abhängigkeit von Rücküberweisungen, politische Risiken und die geringe wirtschaftliche Diversifizierung die Entwicklung des Landes begrenzen.

Staatshaushalt

Die Regierung setzt verstärkt auf den Ausbau von Infrastruktur, Energieversorgung sowie die Steigerung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit.

Gleichzeitig wird auf fiskalische Stabilität geachtet. Die fristgerechte Rückzahlung einer 2025 fällig gewordenen Eurobond-Anleihe im Umfang von 750 Mio. USD wurde von internationalen Beobachtern als positives Signal für die finanzielle Glaubwürdigkeit Namibias gewertet. Dennoch bleibt der Finanzierungsbedarf vor allem aufgrund der geplanten Großprojekte im Energie- und Infrastrukturbereich hoch. Budget 2025*: -5,2 %, 2026*: -4,3 %.

Nicaragua verfolgt eine restriktive Fiskalpolitik und erzielte zuletzt Haushaltsüberschüsse von knapp 5 % des BIP. Damit wurden gezielt finanzielle Reserven aufgebaut, um auf mögliche internationale Sanktionen vorbereitet zu sein.

Für 2026 wird ein Budgetüberschuss von rund 3,7 % des BIP erwartet. Die Regierung verzichtet weitgehend auf fiskalische Impulse und setzt stattdessen auf eine vorsichtige Finanzpolitik zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit gegenüber externen Risiken.

Leistungsbilanz

Namibia weist weiterhin ein hohes Leistungsbilanzdefizit auf.

Für 2025 wird ein Fehlbetrag von rund 12,6 % des BIP errechnet, der sich 2026* leicht auf 12,2 % des BIP reduzieren dürfte. Ursachen dafür sind vor allem steigende Importe von Maschinen, Anlagen und Vorleistungen für die zahlreichen Bergbau-, Energie- und Infrastrukturprojekte. Ein Großteil des Defizits wird durch ausländische Direktinvestitionen finanziert.

Die Leistungsbilanz entwickelt sich positiv. Nach einem Überschuss von rund 4,2 % des BIP im Jahr 2024 wird für 2025 ein Anstieg auf etwa 9,5 % erwartet. Auch 2026 dürfte mit rund 4,9 % des BIP ein deutlicher Überschuss bestehen bleiben. Hauptgründe sind hohe Rücküberweisungen aus dem Ausland und stabile Exporterlöse.

Risiken ergeben sich jedoch aus möglichen Rückgängen der Remittances sowie potenziellen US-Handelsbeschränkungen. Die starke Abhängigkeit von den USA als wichtigstem Exportmarkt bleibt eine zentrale Herausforderung für die Außenwirtschaft.

Auslands-verschuldung

Zur Finanzierung seiner umfangreichen Investitionsvorhaben ist Namibia weiterhin stark auf ausländisches Kapital angewiesen.

Die Auslandsverschuldung betrug 2025* rund 9,7 Mrd. USD (65,9 % d. BIP), für 2026 wird ein Wert von 10,3 Mrd. USD (69,9 % d. BIP) prognostiziert.  

Das Land profitiert von einer stabilen Währungspolitik, da der namibische Dollar fest an den südafrikanischen Rand gekoppelt ist. Um die Inflationsrisiken zu begrenzen und die Währungsstabilität zu sichern, hat die Bank of Namibia ihren Leitzins im Juni 2026 um 0,25 %-Punkte auf 6,75 % erhöht.

Der Córdoba bleibt gegenüber dem US-Dollar weitgehend stabil, unterstützt durch ein kontrolliertes Wechselkursregime, das zu einer moderaten Inflation beiträgt. Für 2026 wird eine Inflationsrate von knapp 5 % erwartet, nach rund 2,1 % im Jahr 2025.

Die Auslandsverschuldung lag Ende 2025 bei etwa 15,4 Mrd. USD und dürfte 2026 auf ähnlichem Niveau bleiben. Aufgrund internationaler Sanktionen und eingeschränkter Kapitalmarktzugänge ist Nicaragua verstärkt auf alternative Finanzierungsquellen, insbesondere aus China, angewiesen. Weitere US-Sanktionen könnten den Zugang zu internationalen Finanzströmen zusätzlich erschweren.

  *geschätzt *geschätzt

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