Anhang A - Nachhaltigkeitsthemen

Thema

Nachhaltigkeitsthema: Unterthema

Nachhaltigkeitsthema: Unter-Unterthema

Klimawandel

Anpassung an den Klimawandel

 

 

Abschwächung des Klimawandels

 

 

Energie

 

Verschmutzung

Luftverschmutzung

 

 

Wasserverschmutzung

 

 

Bodenverschmutzung

 

 

Verschmutzung lebender Organismen und Nahrungsressourcen

 

 

Besorgniserregende Stoffe

 

 

Besonders besorgniserregende Stoffe

 

 

Mikroplastik

 

Wasser- und Meeresressourcen

Wasser

Wasserverbrauch

 

Meeresressourcen

Wasserentnahmen

 

 

Wassereinleitungen

 

 

Einleitungen in die Ozeane

 

 

Gewinnung und Nutzung mariner Ressourcen

Biodiversität und Ökosysteme

Direkte Einflussfaktoren auf den Verlust der biologischen Vielfalt

Klimawandel

 

 

Landnutzungs-, Süßwassernutzungs- und Meeresnutzungsänderungen

 

 

Direkte Ausbeutung

 

 

Invasive gebietsfremde Arten

 

 

Verschmutzung

 

 

Sonstiges

 

Auswirkungen auf den Zustand von Arten

Beispiele: Populationsgröße von Arten

 

 

Globales Aussterberisiko von Arten

 

Auswirkungen auf das Ausmaß und den Zustand von Ökosystemen

Beispiele: Landdegradation

 

 

Desertifikation

 

 

Bodenversiegelung

Kreislaufwirtschaft

Auswirkungen und Abhängigkeiten von Ökosystemdienstleistungen

 

 

Ressourceneinflüsse einschließlich Ressourcennutzung

 

 

Ressourcenausflüsse im Zusammenhang mit Produkten und Dienstleistungen

 

 

Abfall

 

Eigene Belegschaft

Arbeitsbedingungen

Sichere Beschäftigung

 

 

Arbeitszeit

 

 

Angemessene Löhne

 

 

Sozialer Dialog

 

 

Vereinigungsfreiheit und Mitbestimmungsrechte

 

 

Kollektivverhandlungen

 

 

Work-Life-Balance

 

 

Gesundheit und Sicherheit

 

Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

 

 

Ausbildung und Kompetenzentwicklung

 

 

Beschäftigung und Integration von Menschen mit Behinderungen

 

 

Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz

 

 

Vielfalt

 

Andere arbeitsbezogene Rechte

Kinderarbeit

 

 

Zwangsarbeit

 

 

Angemessene Unterkunft

 

 

Privatsphäre

Arbeitnehmer in der Wertschöpfungskette

Arbeitsbedingungen

Sichere Beschäftigung

 

 

Arbeitszeit

 

 

Angemessene Löhne

 

 

Sozialer Dialog

 

 

Vereinigungsfreiheit, einschließlich Bestehen von Betriebsräten

 

 

Kollektivverhandlungen

 

 

Work-Life-Balance

 

 

Gesundheit und Sicherheit

 

Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle

Gleichstellung der Geschlechter und gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit

 

 

Ausbildung und Kompetenzentwicklung

 

 

Beschäftigung und Integration von Menschen mit Behinderungen

 

 

Maßnahmen gegen Gewalt und Belästigung am Arbeitsplatz

 

 

Vielfalt

 

Andere arbeitsbezogene Rechte

Kinderarbeit

 

 

Zwangsarbeit

 

 

Angemessene Unterkunft

 

 

Wasser und sanitäre Einrichtungen

 

 

Privatsphäre

Betroffene Gemeinschaften

Wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Gemeinschaften

Angemessene Unterkunft

 

 

Ausreichende Ernährung

 

 

Wasser und sanitäre Einrichtungen

 

 

Landbezogene Auswirkungen

 

 

Sicherheitsbezogene Auswirkungen

 

Bürgerliche und politische Rechte der Gemeinschaften

Meinungsfreiheit

 

 

Versammlungsfreiheit

 

 

Auswirkungen auf Menschenrechtsverteidiger

 

Rechte indigener Gemeinschaften

Freie, vorherige und informierte Zustimmung

 

 

Selbstbestimmung

 

 

Kulturelle Rechte

Verbraucher und Endnutzer

Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer

Privatsphäre

 

 

Meinungsfreiheit

 

 

Zugang zu (qualitativen) Informationen

 

Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern

Gesundheit und Sicherheit

 

 

Sicherheit der Person

 

 

Schutz von Kindern

 

Soziale Eingliederung von Verbrauchern und/oder Endnutzern

Nichtdiskriminierung

 

 

Zugang zu Produkten und Dienstleistungen

 

 

Verantwortungsvolle Marketingpraktiken

Unternehmensführung

Unternehmenskultur

 

 

Schutz von Hinweisgebern

 

 

Tierschutz

 

 

Politisches Engagement

 

 

Beziehungsmanagement mit Lieferanten einschließlich Zahlungspraxis

 

 

Korruption und Bestechung

Verhütung und Aufdeckung einschließlich Schulung

 

 

Vorfälle

Themengebiet

Beispielhafte Maßnahmen

Klimawandel

  • Energieeffizienzprogramme (LED, Gebäudeisolierung)
  • Nutzung erneuerbarer Energien (PV-Anlagen, grüner Strom)
  • CO₂-Messung und THG-Bilanzierung
  • Umstellung auf E-Mobilität oder Fahrradflotten
  • Klimaziele (z. B. -20 % Emissionen bis 2030)

Verschmutzung

  • Sichere Lagerung von Gefahrstoffen
  • Luftfilter- oder Abluftreinigungssysteme
  • Vermeidung von Chemikalien mit hohem Schadstoffpotenzial
  • Staub- und Lärmschutzmaßnahmen
  • Maßnahmen zur Vermeidung von Bodenverunreinigung

Wasser und Meeresressourcen

  • Wassersparsysteme (Spararmaturen, Lecküberwachung)
  • Wiederverwendung von Prozesswasser
  • Abwasseraufbereitung und -kontrolle
  • Vermeidung wassergefährdender Stoffe
  • Maßnahmen zur Reduktion des Wasserverbrauchs

Biodiversität und Ökosysteme

  • Anlage oder Erhalt von Grünflächen und Biodiversitätsflächen
  • Verzicht auf Pestizide
  • Baum- und Strauchpflanzungen
  • Rückbau versiegelter Flächen
  • Artenschutzmaßnahmen am Standort (Nistkästen etc.)

Kreislaufwirtschaft

  • Abfalltrennung und Recyclingprogramme
  • Wiederverwendung von Materialien
  • Reparatur statt Ersetzen im Betrieb
  • Nutzung recycelter oder nachhaltiger Materialien
  • Produktdesign für Langlebigkeit

Eigene Arbeitskraft

  • Arbeitssicherheitskonzepte und regelmäßige Schulungen
  • Gesundheitsprogramme (Ergonomie, Vorsorge)
  • Diversity- und Gleichstellungsrichtlinien
  • Flexible Arbeitszeitmodelle
  • Fortbildungsprogramme und Qualifizierungen

Beschäftigte in der Wertschöpfungskette

  • Lieferantenkodex (Umwelt, Arbeitsrechte, Ethik)
  • Lieferantenaudits oder ESG-Screenings
  • Schulungen für Lieferanten zu Nachhaltigkeit
  • Bevorzugung nachhaltiger Lieferanten
  • Risikoanalysen entlang der Lieferkette

Betroffene Gemeinschaften

  • Kooperationen mit lokalen Vereinen/Initiativen
  • Spenden- und Sponsoringprojekte
  • Beteiligung an kommunalen Umwelt- oder Sozialprojekten
  • Transparente Kommunikation mit Anrainern
  • Maßnahmen gegen Lärm oder Verkehrslast

Verbraucher und Endnutzer

  • Nachhaltige Produktgestaltung (Reduktion von Verpackung etc.)
  • Erhöhung der Produktsicherheit
  • Transparente Produktinformationen (Materialien, CO₂-Fußabdruck)
  • Kundenzufriedenheitsbefragungen
  • Auskunftssysteme für verantwortungsvolle Nutzung

Unternehmensführung

  • Verhaltenskodex / Code of Conduct
  • Anti-Korruptionsrichtlinien und Schulungen
  • Datenschutz- und IT-Sicherheitsrichtlinien
  • Fair-Trade- oder nachhaltige Beschaffungsrichtlinien
  • Hinweisgebersysteme (Whistleblowing)

Anhang B – Begriffsbestimmungen

Ableitung von Wasser

Ableitung von Wasser bezieht sich z. B. auf die Menge an Wasser, das direkt in Gewässer wie Seen oder Flüsse oder die öffentliche Kanalisation eingeleitet oder an andere Unternehmen zur kaskadierenden Wassernutzung weitergeleitet wird. Sie kann als Wasseroutput des Unternehmens betrachtet werden.

Artikel 12 Absatz 1

Regelt, ab wann Unternehmen von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten ausgeschlossen sind.

Befristete (Arbeits-)Verträge

Befristete Arbeitsverträge zeichnen sich dadurch aus, dass es neben einem Start des Beschäftigungsverhältnisses auch ein Ende gibt.

Berichtsjahr

Der Zeitraum, für den die Daten gelten. Er muss 12 aufeinanderfolgende Monate umfassen (z. B. 01.01.2024 – 31.12.2024 oder 01.07.2023 – 30.06.2024).

Beschäftigungsfluktuation

Die Beschäftigtenfluktuation bezieht sich auf Beschäftigte, die freiwillig oder wegen Entlassung, Eintritt in den Ruhestand oder einem tödlichen Arbeitsunfall aus dem Unternehmen ausscheiden.

Bestätigter Vorfall

liegt vor, wenn entweder ein Rechtsverfahren oder eine formelle Beschwerde beim Unternehmen oder bei einer zuständigen Behörde eingereicht wurde oder wenn das Unternehmen einen Verstoß im Rahmen seiner festgelegten Verfahren selbst festgestellt hat. Solche Verfahren können z. B. Audits, formale Überwachungsprogramme oder Beschwerdemechanismen umfassen.

Bestechung

Unredliche Überzeugung einer Person durch eine andere Person, zu deren Gunsten zu handeln, indem ihr ein Geldgeschenk oder ein anderer Anreiz gegeben wird.

Betroffene Gemeinschaften

Personen oder Gruppen, die in demselben geografischen Gebiet leben oder arbeiten und von den Tätigkeiten eines berichtenden Unternehmens oder seiner vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette betroffen sind oder sein könnten. Betroffene Gemeinschaften können von Gemeinschaften, die unmittelbar neben der Betriebsstätte des Unternehmens leben (lokale Gemeinschaften), bis zu in weiterer Entfernung lebenden Gemeinschaften reichen. Betroffene Gemeinschaften umfassen tatsächlich und potenziell betroffene indigene Völker.

Bilanzsumme

Ist die Summe aller Vermögenswerte (Aktiva) oder Verbindlichkeiten und Eigenkapital (Passiva) in der Unternehmensbilanz.

Branchenspezifisch

Angabe zu Nachhaltigkeitsaspekten, die in der eigenen Branche üblich sind.

Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1)

Direkte Treibhausgasemissionen aus Quellen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle des Unternehmens befinden.

Endnutzer

Personen, die ein bestimmtes Produkt oder eine bestimmte Dienstleistung letztlich nutzen oder die für die Nutzung vorgesehen sind.

Gefährliche Abfälle

Abfall, der eine oder mehrere der in Anhang III Richtlinie 2008/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Abfälle aufgeführten gefährlichen Eigenschaften aufweist.

Geldstrafen

wegen Verstößen gegen Vorschriften zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung beziehen sich auf Zwangsgeldstrafen, die wegen solcher Verstöße von einem Gericht, einem offiziellen Gremium oder einer anderen staatlichen Stelle verhängt werden und an eine öffentliche Kasse gezahlt werden.

Genossenschaft

Genossenschaften sind Vereinigungen von nicht geschlossener Mitgliederzahl, die der Förderung des Erwerbs oder der Wirtschaft ihrer Mitglieder dienen.
In der Praxis treten unterschiedliche Arten von Genossenschaften auf wie z.B. Kredit-, Einkaufs-, Verkaufs-, Konsum-, Verwertungs-, Nutzungs-, Bau-, Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaften.

Geopositionen

Die Angabe der Geoposition erfolgt mithilfe von Flächenpunkten im Falle einzelner Einheiten bzw. Polygonpunkten, mit denen die Grenzen eines größeren, weniger einer Einheit ähnelnden Standorts, abgesteckt werden.

Governance

Die Steuerung und Kontrolle des Unternehmens

Grün- bzw. naturnahe Flächen

sind Bereiche, die der Erhaltung oder Förderung der Natur dienen. Sie können auf dem Firmengelände liegen, z. B. begrünte Dächer, Fassaden oder angelegte Biotope, oder auch außerhalb, sofern sie dem Unternehmen gehören oder von ihm gepflegt werden und hauptsächlich der Biodiversität zugutekommen.

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2)

Indirekte Treibhausgasemissionen sind Emissionen, die infolge der Tätigkeiten des Unternehmens entstehen, aber an Quellen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle eines anderen Unternehmens befinden. Scope-2- Treibhausgasemissionen sind indirekte Emissionen aus der Erzeugung von erworbener/m oder erhaltener/m Elektrizität, Wärme, Dampf oder Kühlung, die/den das Unternehmen verbraucht.

Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3)

Sind alle indirekten Treibhausgasemissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens entstehen, aber nicht direkt dem Unternehmen zuzurechnen sind (z.B. durch Lieferanten, Kunden, Abfallentsorgung, Geschäftsreisen). Sie werden dem THG-Protokoll folgend in 15 Kategorien unterteilt (vorgelagert & nachgelagert) und machen oft den größten Teil des CO2-Fußabdrucks aus, was ihre Erfassung für Unternehmen entscheidend macht, um Klimaziele zu erreichen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Klimabedingte Gefahren

Sind Triebkräfte für klimabedingte physische Risiken, die sich aus den Auswirkungen des Klimawandels auf das Unternehmen ergeben. Sie können unterteilt werden in akute Gefahren, die infolge bestimmter Ereignisse (wie Dürren, Hochwasser, starke Niederschläge und Wald-/Flächenbrände) eintreten, und chronische Gefahren, die infolge längerfristiger Klimaveränderungen (wie Temperaturänderungen, Anstieg des Meeresspiegels und Bodenerosion) eintreten (Delegierte Verordnung (EU) 2021/2139 der Kommission). Physische Risiken leiten sich aus klimabedingten Gefahren, der Exposition der Vermögenswerte und Tätigkeiten des Unternehmens gegenüber diesen Gefahren und der Empfindlichkeit des Unternehmens gegenüber diesen Gefahren ab. Beispiele für klimabedingte Gefahren sind Hitzewellen, zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse, Anstieg des Meeresspiegels, Überlaufen von Gletscherseen sowie Änderungen der Niederschlags- und Windmuster. Klimabedingte physische Risiken können anhand von Klimaszenarien wie dem IPCC-Szenario SSP5-8.5, die Verläufe mit hohen Emissionen berücksichtigen, ermittelt und modelliert werden.

Klimabedingte Risiken

Die sich bei Bruttobetrachtung ergeben, beziehen sich auf physische Bruttorisiken und Bruttoübergangsrisiken, die infolge der Exposition der Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten des Unternehmens gegenüber klimabedingten Gefahren auftreten können

Klimabedingte Übergangsereignisse

Können (laut den Empfehlungen der Taskforce „Klimabezogene Finanzinformationen“ (TCFD), 2017) politik- und rechtsbasiert (z. B. verstärkte Verpflichtung zur Emissionsberichterstattung), technologiebasiert (z. B. Kosten für den Übergang zu emissionsärmeren Technologien), marktbasiert (z. B. höhere Rohstoffkosten) und reputationsbasiert (z. B. verstärktes Anliegen der Interessengruppen) sein.

Konsolidiert

Die Angaben umfassen mehrere Unternehmen, die zu einer Unternehmensgruppe gehören. Die Werte werden also zusammengefasst (konsolidiert), um ein Gesamtbild der gesamten Gruppe zu zeigen.

Konsolidierter Nachhaltigkeitsbericht

Die Angaben im Nachhaltigkeitsbericht umfassen mehrere Unternehmen, die zu einer Unternehmensgruppe gehören. Die Werte werden also zusammengefasst (konsolidiert), um ein Gesamtbild der gesamten Gruppe zu zeigen.

Korruption

Missbrauch übertragener Befugnis aus persönlichem Gewinninteresse, der von Einzelpersonen oder Organisationen ausgehen kann. Dazu zählen Praktiken wie Bestechungsgelder, Betrug, Erpressung, geheime Absprachen und Geldwäsche. Außerdem umfasst Korruption das Anbieten oder die Annahme von Geschenken, Darlehen, Gebühren, Belohnungen oder sonstigen Vorteilen für eine oder von einer Person als Anreiz, etwas zu tun, das unredlich, rechtswidrig oder ein Vertrauensbruch in Bezug auf die Geschäftstätigkeit des Unternehmens ist. Dies kann Geld- oder Sachleistungen wie unentgeltliche Waren, Geschenke und Urlaub oder besondere persönliche Dienstleistungen umfassen, die zwecks eines ungerechtfertigten Vorteils erbracht werden oder zu einem moralischen Druck hinsichtlich der Erlangung eines solchen Vorteils führen können.

Künftige Initiativen

Geplante Maßnahmen oder Projekte, die noch in Vorbereitung oder Umsetzung sind.

Leitungsorgane

Das Leitungsorgan ist die höchste Entscheidungsinstanz in einem Unternehmen. Je nach der Rechtsordnung, die für das Unternehmen gilt, und der Klassifizierung seiner Rechtspersönlichkeit kann das Leitungsorgan unterschiedlich gestaltet sein

Maßnahmen

bezieht sich auf Maßnahmen und Aktionspläne (einschließlich Übergangspläne), die durchgeführt werden, um sicherzustellen, dass das Unternehmen festgelegte Ziele erreicht, und mit denen das Unternehmen auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen reagiert, und Entscheidungen, diese mit finanziellen, personellen oder technologischen Mitteln zu unterstützen.

NACE -Code

ist die EU-Systematik zur Einordnung wirtschaftlicher Tätigkeiten.

Nicht binäre/diverse Person

Eine nicht-binäre Person identifiziert sich weder ausschließlich als Mann noch ausschließlich als Frau, sondern liegt irgendwo auf dem Geschlechterspektrum dazwischen, außerhalb oder jenseits dieser beiden Kategorien.

Öffentlich

Eine Information oder ein Dokument gilt als öffentlich, wenn es ohne Zugangsbeschränkung von externen Personen eingesehen werden kann.

Richtlinie

Ist ein vom Unternehmen festgelegter Rahmen aus Zielen und Managementprinzipien, der die Entscheidungsfindung zu Nachhaltigkeitsthemen leitet, auch wenn sie in kleineren Unternehmen nicht immer schriftlich festgehalten ist.

Sachleistungen

Zum Beispiel Autos, private Krankenversicherungen, Lebensversicherungen und Wellnessprogramme.

Scope 1 Direkte Treibhausgasemissionen

Direkte Treibhausgasemissionen aus Quellen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle des Unternehmens befinden.

Scope 2 Indirekte Treibhausgasemissionen

Indirekte Treibhausgasemissionen sind Emissionen, die infolge der Tätigkeiten des Unternehmens entstehen, aber an Quellen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle eines anderen Unternehmens befinden. Scope-2- Treibhausgasemissionen sind indirekte Emissionen aus der Erzeugung von erworbener/m oder erhaltener/m Elektrizität, Wärme, Dampf oder Kühlung, die/den das Unternehmen verbraucht.

Scope 2 Standortbezogene Emissionen

Emissionen aus Elektrizität, Wärme, Dampf oder Kühlung, die/den das Bericht erstattende Unternehmen erwirbt oder erhält und verbraucht, berechnet nach der standortbezogenen „Zuweisungsmethode“, bei der die Erzeugeremissionen den Endnutzern zugewiesen werden. Sie spiegeln die durchschnittliche Emissionsintensität der Netze wider, in denen der Energieverbrauch stattfindet, und beruhen hauptsächlich auf Daten zu den durchschnittlichen Emissionsfaktoren des Netzes. Typische Quellen von Scope-2-Emissionen sind alle Betriebseinrichtungen, die Elektrizität (Elektromotoren, Beleuchtung, Gebäude usw.), Wärme (Heizung in industriellen Prozessen, Gebäuden usw.), Dampf (industrielle Prozesse) oder Kälte (industrielle Prozesse, Gebäude usw.) verbrauchen.

Scope 3 Indirekte Treibhausgasemissionen

Sind alle indirekten Treibhausgasemissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens entstehen, aber nicht direkt dem Unternehmen zuzurechnen sind (z.B. durch Lieferanten, Kunden, Abfallentsorgung, Geschäftsreisen). Sie werden dem THG-Protokoll folgend in 15 Kategorien unterteilt (vorgelagert & nachgelagert) und machen oft den größten Teil des CO2-Fußabdrucks aus, was ihre Erfassung für Unternehmen entscheidend macht, um Klimaziele zu erreichen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Sozialwirtschaftlicher Einrichtungen – nach der Empfehlung des Europäischen Rates vom 29. September 2023

Bezeichnet eine Gruppe von privatrechtlichen Organisationen, die Waren und Dienstleistungen für ihre Mitglieder oder für die Gesellschaft bereitstellen. Dazu gehören Organisationsformen, die nach folgenden zentralen Grundsätzen arbeiten:

  1. Vorrang von Menschen sowie sozialen und/oder ökologischen Zielen vor Gewinninteressen,
  2. Reinvestition aller oder des Großteils der Gewinne/Überschüsse, um die sozialen und/oder ökologischen Ziele weiterzuverfolgen und Aktivitäten zugunsten der Mitglieder/Nutzer („kollektives Interesse“) oder der Gesellschaft insgesamt („Gemeinwohl“) durchzuführen,
  3. demokratische und/oder partizipative Formen der Unternehmensführung.

Standortbezogene Scope 2-Emissionen

Emissionen aus Elektrizität, Wärme, Dampf oder Kühlung, die/den das Bericht erstattende Unternehmen erwirbt oder erhält und verbraucht, berechnet nach der standortbezogenen „Zuweisungsmethode“, bei der die Erzeugeremissionen den Endnutzern zugewiesen werden. Sie spiegeln die durchschnittliche Emissionsintensität der Netze wider, in denen der Energieverbrauch stattfindet, und beruhen hauptsächlich auf Daten zu den durchschnittlichen Emissionsfaktoren des Netzes. Typische Quellen von Scope-2-Emissionen sind alle Betriebseinrichtungen, die Elektrizität (Elektromotoren, Beleuchtung, Gebäude usw.), Wärme (Heizung in industriellen Prozessen, Gebäuden usw.), Dampf (industrielle Prozesse) oder Kälte (industrielle Prozesse, Gebäude usw.) verbrauchen.

Tochterunternehmen

Eine Gesellschaft, die von einer anderen Gesellschaft (Muttergesellschaft) abhängig ist. Die Tochtergesellschaft ist zwar selbst Rechtsträgerin, wirtschaftlich und rechtlich innerhalb eines Konzerns aber stark mit ihrer Muttergesellschaft verbunden.

Transitionsplan (Übergangsplan)

In einem Übergangsplan für den Klimaschutz ist eine Reihe von gegenwärtigen und künftigen Maßnahmen festgelegt, mit denen das Geschäftsmodell, die Geschäftsstrategie und der Geschäftsbetrieb des Unternehmens auf die übergeordnete weltweite Zielsetzung ausgerichtet werden sollen, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Unterlegt durch ein mit dieser Zielsetzung vereinbares THG-Reduktionsziels liegt die Bedeutung eines solchen Übergangsplans darin, dass er es ermöglicht, zu verstehen, wie das Unternehmen zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft übergehen wird, und die dabei erzielten Fortschritte zu verfolgen. Ein Übergangsplan für den Klimaschutz dient als Mechanismus für Rechenschaftslegung und Transparenz und veranlasst die Unternehmen, glaubwürdige Wege für den Klimaschutz durch ihre Maßnahmen zu entwickeln.

Umsatz

Die Summe aller Erlöse aus Verkauf und Dienstleistungen innerhalb der Berichtsperiode.

Unkonsolidiert

Die Angaben beziehen sich nur auf das einzelne Unternehmen, ohne die Daten von Tochtergesellschaften oder verbundenen Unternehmen einzubeziehen.

Unternehmensspezifisch

Angabe zu Nachhaltigkeitsaspekten, die für das Unternehmen spezifisch sind.

Verbraucher

Personen, die Waren und Dienstleistungen für den persönlichen Gebrauch entweder für sich selbst oder für Dritte erwerben, verbrauchen oder nutzen, nicht aber für den Weiterverkauf, den Handel oder für gewerbliche, geschäftliche, handwerkliche oder berufliche Zwecke.

Verfahrensweisen

Konkrete laufende Maßnahmen oder Prozesse, mit denen das Unternehmen Nachhaltigkeit praktisch umsetzt.

Versiegelte Flächen

sind Bereiche, auf denen der natürliche Boden bedeckt wurde – etwa durch Gebäude, Straßen oder Parkplätze – und dadurch kein Wasser mehr in den Boden gelangen kann.

Verurteilungen

Wenn es im Berichtsjahr zu keinen Verurteilungen gekommen ist, kann diese Frage mit „Für mein Unternehmen nicht anwendbar markiert werden“, dadurch werden auch automatisch die Unterfragen ausgeblendet und als abgeschlossen gewertet.

Wasserentnahme

Wasserentnahme bezieht sich auf die Menge an Wasser, das während des Berichtszeitraums aus einer beliebigen Quelle in die Organisationsgrenzen des Unternehmens eingebracht wird. In der Praxis ist dies bei den meisten Unternehmen die Menge an Wasser, die aus dem öffentlichen Wasserversorgungsnetz entnommen wird, wie in den Rechnungen der Versorgungsunternehmen auswiesen. Die Wasserentnahme umfasst jedoch gegebenenfalls auch Wassermengen aus anderen Quellen wie Grundwasser aus eigenen Brunnen, Wasser aus Flüssen oder Seen oder von anderen Unternehmen erhaltenes Wasser. Im speziellen Fall von landwirtschaftlich tätigen Unternehmen würde die Wasserentnahme auch Regenwasser umfassen, wenn es direkt vom Unternehmen gesammelt und gespeichert wird.

Wasserverbrauch

Der Wasserverbrauch ist die Menge an Wasser, das in die Systemgrenzen des Unternehmens eingebracht wird und nicht in die Wasserumwelt zurückgeführt wird oder werden soll bzw. nicht an einen Dritten weitergeleitet wird oder werden soll.
Dies betrifft typischerweise verdunstetes oder verdampftes Wasser (z. B. in thermischen Energieprozessen wie Trocknung oder Stromerzeugung), in Produkte integriertes Wasser z. B. in der Lebensmittelproduktion) oder Wasser für Bewässerungszwecke (z. B. in der Landwirtschaft oder zur Bewässerung in Betriebsstätten).

Wertschöpfungskette

Das gesamte Spektrum der Tätigkeiten, Ressourcen und Beziehungen im Zusammenhang mit dem Geschäftsmodell des Unternehmens und dem externen Umfeld, in dem es tätig ist. Eine Wertschöpfungskette umfasst die Tätigkeiten, Ressourcen und Beziehungen, die das Unternehmen nutzt und auf die es angewiesen ist, um seine Produkte oder Dienstleistungen von der Konzeption über die Lieferung und den Verbrauch bis zum Ende der Lebensdauer zu gestalten. Zu den einschlägigen Tätigkeiten, Ressourcen und Beziehungen gehören Folgende: a) diejenigen im Rahmen der eigenen Geschäftstätigkeit des Unternehmens, z. B. Personalwesen, b) diejenigen entlang seiner Liefer-, Vermarktungs- und Vertriebskanäle, z. B. Beschaffung von Materialien und Dienstleistungen sowie Verkauf und Lieferung von Produkten und Dienstleistungen, und c) das finanzielle, geografische, geopolitische und regulatorische Umfeld, in dem das Unternehmen tätig ist. Die Wertschöpfungskette umfasst Akteure, die dem Unternehmen vor- und nachgelagert sind. Ein vorgelagerter Akteur bietet Produkte oder Dienstleistungen an, die bei der Entwicklung der eigenen Produkte oder Dienstleistungen des Unternehmens verwendet werden (z. B. Lieferanten). Betriebe, die dem Unternehmen nachgelagert sind, erhalten Produkte oder Dienstleistungen von dem Unternehmen (z. B. Vertreiber, Kunden).

Wichtigste Märkte

Sind jene Kundengruppen oder geografischen Regionen, in denen Ihr Unternehmen den größten Teil seiner Umsätze erzielt oder die für Ihre strategische Ausrichtung von zentraler Bedeutung sind.

Wirksame Beteiligung

Es handelt sich um echten Einfluss auf Entscheidungen, nicht bloß um Information.

Ziele

Konkrete, messbare Vorgaben, die festlegen, was mit der Richtlinie erreicht werden soll und anhand welcher Kriterien die Umsetzung überprüft wird.

  1. Arbeitsunfälle - Gesetzliche Verpflichtungen

  2. Arbeitsunfälle - Gesetzliche Verpflichtungen