06.09.2016

Der OeKB Geschäftsklima-Index Mittelosteuropa (MOE) fällt in der August-Erhebung 2016 um 1,2 Punkte auf einen Wert von 84,9 (Basisjahr 2007=100). Dies fußt auf einer pessimistischeren Einschätzung der aktuellen Geschäftslage als noch vor drei Monaten einerseits, andererseits werden auch die Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate nach unten revidiert. Diese Entwicklung ist – mit nur wenigen Ausnahmen - sowohl auf Ebene der einzelnen Länder als auch auf Branchenebene zu beobachten.

Rückgang des Investorenvertrauens in nahezu allen Ländern

Das BREXIT-Referendum von vergangenem Juni dürfte die Stimmung der Direktinvestoren auch in Mittelosteuropa verschlechtert haben. Zudem dürften von der nach wie vor schwächelnden Konjunktur in Westeuropa für die kommenden Monate keine positiven Impulse erwartet werden. In Folge dessen kühlt sich das Geschäftsklima in 9 von 12 Ländern ab. Neben Bosnien und Herzegowina kann auch in Russland abermals eine leichte Verbesserung beobachtet werden, wenngleich auch die Stimmung der Befragten nach wie vor mehrheitlich negativ ist.

Geschäftsklima verschlechtert sich beinahe in allen Branchen - die einzige Ausnahme bildet die Immobilienwirtschaft

In 9 von 10 Branchen kühlt die Stimmung ab bzw. bleibt gleich. Eine Ausnahme stellt die Immobilienwirtschaft dar, in der es zur einzig nennenswerten Verbesserung des Geschäftsklimas kommt. Dafür ist vor allem die aktuelle Performance von Niederlassungen in der Region verantwortlich. Der Anteil der Direktinvestoren, die einen besser als saisonüblichen Geschäftsgang melden, ist in den vergangenen zwölf Monaten deutlich gestiegen. Gerade das nach wie vor bestehende Niedrigzinsumfeld in Kombination mit gestiegener allgemeiner Unsicherheit dürfte nachfrageseitig dafür mitverantwortlich sein.

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