Die Oesterreichische Kontrollbank AG (OeKB) hat ein Kooperationsabkommen mit der brasilianischen Export Credit Agency ABGF (Agência Brasileira Gestora de Fundos Garantidores e Garantias) abgeschlossen. Ziel der Vereinbarung ist eine verstärkte Zusammenarbeit, unter anderem bei Projekten auf Drittmärkten. Mit diesem Schritt stärkt die OeKB ihr internationales Kooperationsnetzwerk und erweitert die Möglichkeiten für österreichische Unternehmen in Lateinamerika.
Geschäftschancen für österreichische Exportunternehmen in Brasilien
Brasilien ist die größte Volkswirtschaft Südamerikas und zeichnet sich durch eine breit diversifizierte Wirtschaftsstruktur aus. Diese Vielfalt macht das Land zu einem attraktiven Export- und Investitionsziel. Gleichzeitig ist Brasilien, wie die gesamte lateinamerikanische Region, in der österreichischen Außenhandelsstatistik bislang unterrepräsentiert.
Das Kooperationsabkommen zwischen OeKB und ABGF soll dazu beitragen, neue Impulse für wirtschaftliche Aktivitäten in dieser Region zu setzen.
Die Vereinbarung wurde Anfang Juni am Rande einer internationalen Konferenz in Prag unterzeichnet. Sie soll einerseits Exporte aus dem jeweils eigenen Land erleichtern und anderseits gemeinsame Projekte auf Drittmärkten ermöglichen.
Konkret ist eine engere Zusammenarbeit etwa durch Erfahrungsaustausch sowie durch Risikoteilung in Form von Rück- oder Mitversicherungen vorgesehen.
Zusätzliche Dynamik könnte sich künftig durch das Mercosur-Abkommen ergeben, das den Handel zwischen der EU und den südamerikanischen Staaten erleichtern soll. Die Kooperation zwischen OeKB und ABGF schafft bereits jetzt eine Basis, um potenzielle Chancen aus einer stärkeren wirtschaftlichen Integration frühzeitig zu nutzen.