Im OECD-Ländermeeting, das am 24. und 25. Juni in Paris stattfand, wurden die Länderkategorien für Vietnam und Namibia verbessert.
Die neuen Kategorien
| Land | Kategorie neu | Kategorie alt |
| Vietnam | 3 | 4 |
| Namibia | 5 | 6 |
Vietnam
Vietnam präsentiert sich heute als eine der dynamischsten Volkswirtschaften Südostasiens. Das Land profitiert von stabilen - wenn auch autoritären - politischen Strukturen, die langfristige Planung und kontinuierliche Reformen ermöglichen.
Die Regierung verfolgt eine klare wirtschaftsfreundliche Strategie, fördert Investitionen, die Diversifizierung der Wirtschaft und baut aktiv Handelsbeziehungen aus. Darunter fällt unter anderem das Freihandelsabkommen mit der EU und anderen wichtigen Märkten.
Wirtschaftlich verzeichnet Vietnam seit Jahren ein solides Wachstum, getragen von einer starken Exportindustrie, einer wachsenden Mittelschicht und zunehmender Digitalisierung. Internationale Unternehmen schätzen Vietnam zunehmend als attraktiven Produktionsstandort, insbesondere im Zuge globaler Lieferkettenverschiebungen. Gleichzeitig investiert der Staat verstärkt in Infrastruktur, Bildung und Innovation, um nachhaltige Entwicklung zu sichern. Auch soziale Indikatoren entwickeln sich positiv: Die Armut wurde deutlich reduziert und die Lebensqualität steigt kontinuierlich.
Insgesamt zeigt das Land eine bemerkenswerte Kombination aus Stabilität, Offenheit und wirtschaftlicher Dynamik mit vielversprechenden Zukunftsaussichten. Vor diesem Hintergrund wurde Vietnam von der Kategorie 4 in 3 aufgewertet.
Namibia
Namibia gilt als eines der politisch stabilsten Länder Afrikas. Seit seiner Unabhängigkeit 1990 gibt es in der Präsidialrepublik regelmäßig freie und faire Wahlen. Namibia baut daher auf eine gut funktionierende Gewaltenteilung und eine verlässliche Verfassung. Die seit 1990 regierende SWAPO (South West Africa People's Organisation) setzt auf Kontinuität und bemüht sich um Transparenz sowie gute internationale Beziehungen - mit einem starken Fokus auf Südafrika.
Das Land verfügt über bedeutende natürliche Ressourcen wie Diamanten, Uran (3. größter Produzent weltweit) und hat auch großes Potenzial im Bereich erneuerbare Energien, insbesondere im Hinblick auf grünen Wasserstoff. Zusätzlich entwickelt sich der Tourismussektor dynamisch. Wirtschaftlich zeigt Namibia seit Jahren eine positive Entwicklung, mit einer vergleichsweise geringen (öffentlichen) Verschuldung, einer fortschreitenden Fiskalkonsolidierung, einer wirtschaftlichen Diversifizierung sowie der gezielten Förderung der Infrastruktur. Größte Herausforderungen sind das ineffiziente Bildungssystem, die Bekämpfung von HIV, die hohe Arbeitslosigkeit, sowie die steigende Kriminalität.
Insgesamt bietet Namibia eine vielversprechende Kombination aus politischer Stabilität, wirtschaftlichen Chancen und einer wachsenden internationalen Vernetzung.
Diese sehr positiven Perspektiven führen dazu, dass das Land von Kategorie 6 in 5 hochgestuft wurde.
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