Der Besuch von EU-Kommissar Jozef Síkela in Wien setzt ein wichtiges Signal für die verstärkte Einbindung österreichischer Unternehmen in die europäische Initiative Global Gateway.
Global Gateway Investment Hub - neue Anlaufstelle für Österreichs Wirtschaft
Der EU-Kommissar für Internationale Partnerschaften, Jozef Síkela, war Mitte Juli zu Gast in Wien. Im Zentrum seines Antrittsbesuches bei der Bundesministerin für auswärtige und europäische Angelegenheiten, Beate Meinl-Reisinger, und beim Arbeitsmeeting in der OeKB stand der Global Gateway Investment Hub der EU-Kommission - eine neue Anlaufstelle für die österreichische Wirtschaft für die Umsetzung der EU Global Gateway Strategie.
Gleichzeitig erfolgte der offizielle Launch des Team Austria, das österreichische Unternehmen bei geeigneten Vorhaben künftig noch gezielter unterstützen soll, und welches dem Investment Hub vorgeschaltet ist.
Österreich verfügt über eine starke Industrie, die international wettbewerbsfähig ist und einen wichtigen Beitrag zum europäischen Angebot leistet. Von Wasserkraft über Eisenbahnen bis hin zu grünem Wasserstoff – österreichische Unternehmen sind bereits heute in jenen Märkten erfolgreich, in die Europa investiert. Mit Team Austria können sie diese Chancen besser nutzen und noch mehr erreichen.
Global Gateway eröffnet neue Perspektiven
Die Nachfrage nach nachhaltiger Infrastruktur wächst weltweit. Mit Global Gateway setzt die Europäische Union einen Rahmen, um Investitionen in Zukunftsbereichen wie grüne Energie, nachhaltiger Transport, Digitalisierung, Bildung und Gesundheit zu fördern. Für österreichische Unternehmen und Investoren ergeben sich dadurch zusätzliche Möglichkeiten für Geschäftsvorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Global Gateway ist hier bewusst kein Förderprogramm. Es ist ein Koordinierungsrahmen, der bestehende europäische und nationale Finanzierungs- und Unterstützungsinstrumente besser verknüpfen und damit Investitionen des Privatsektors hebeln soll. Für Global Gateway geeignete Geschäftsvorhaben schaffen einen erkennbaren strategischen Mehrwert für Europa und zeigen auf, wie ein zusätzlicher entwicklungspolitischer Mehrwert generiert wird, beispielsweise durch gezielte Maßnahmen zur Stärkung der lokalen Kapazitäten, skills development oder durch institutionelle Unterstützungsleistungen im Partnerland.
Chancen auch für österreichische Exporteure
Global Gateway wird oft mit großen Infrastrukturprojekten in Verbindung gebracht. Doch unter bestimmten Voraussetzungen können auch Vorhaben mit einem starken Liefer- und Geschäftsbezug im Global-Gateway-Kontext berücksichtigt werden. In der österreichischen Pilotphase stehen vor allem Projekte in den Bereichen grüne Energie und nachhaltiger Transport im Fokus.
Genau hier kann die OeKB einen wichtigen Beitrag leisten: Mit Exportgarantien ermöglichen wir Geschäftsvorhaben in anspruchsvollen Märkten und helfen dabei, Risiken verantwortungsvoll zu managen. Über die OeEB bringen wir darüber hinaus Entwicklungsfinanzierung sowie eine langfristige und nachhaltige Perspektive für private Investitionen ein. Gestützt durch die Instrumente der EU können wir unsere bestehenden Stärken noch wirksamer einsetzen. Genau darin liegt die Idee von Global Gateway.
Warum sich ein Blick auf Global Gateway jedenfalls lohnt
Für österreichische Unternehmen werden die Beteiligungsmöglichkeiten attraktiver:
- Der Mehrwert des europäischen Angebots wird verdeutlicht: Nachhaltige Entwicklung und europäische Wettbewerbsfähigkeit werden national und europäisch stärker miteinander verknüpft. Global Gateway unterstützt neben Infrastruktur gezielt auch die nachhaltige Entwicklung in Partnerländern und stärkt damit gleichzeitig Europas wirtschaftliche Resilienz.
- Bessere Finanzierungsmöglichkeiten: Durch die Kombination europäischer und nationaler Instrumente – etwa Garantien, Entwicklungsfinanzierung und Exportfinanzierung – können Risiken noch besser reduziert und private Investitionen erleichtert werden.
- Gezieltere Unterstützung: Neben neuen EU-Strukturen unterstützen nationale Team Austria-Strukturen österreichische Unternehmen von der Projektidee bis zur Einreichung.
Team Austria unterstützt österreichische Unternehmen
Bei seinem Arbeitsbesuch Mitte Juli in Wien unterstrich EU-Kommissar Jozef Síkela die Bedeutung strategischer Partnerschaften in einem zunehmend herausfordernden globalen Umfeld. Gleichzeitig verwies er auf die internationale Stärke der österreichischen Industrie, deren Know-how etwa in den Bereichen Bahninfrastruktur, Wasserkraft und grüner Wasserstoff einen wichtigen Beitrag zum europäischen Angebot leistet.
Mit dem offiziellen Start des neu aufgestellten Team Austria bündeln mehrere österreichische Institutionen ihre Expertise, um Unternehmen bei geeigneten Global-Gateway-Vorhaben zu begleiten. Zum Team Austria gehören neben OeKB und OeEB, das Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheiten (BMeiA), das Bundesministerium für Finanzen (BMF), das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus (BMWET), die Austrian Development Agency (ADA) sowie die Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).
Weitere Informationen
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