This content is only available in German.
Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) und die Oesterreichische Kontrollbank (OeKB) haben die Unterstützungsmöglichkeiten für Geschäfte in der Ukraine erneut ausgeweitet. So wurde unter anderem die Deckungsquote für politisches Risiko von 95 % auf 98 % erhöht.
Um österreichischen Exportunternehmen und Investoren trotz der besonderen Risikosituation Geschäfte mit ukrainischen Unternehmen zu ermöglichen, bieten das Bundesministerium für Finanzen (BMF) und die OeKB verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten. In regelmäßigen Abständen wird die Situation neu beurteilt und die Rahmenbedingungen für die Absicherung festgelegt. Unter Berücksichtigung der Interessen der österreichischen Exportwirtschaft, der Bedürfnisse der ukrainischen Kunden sowie der Risikolage, werden die Deckungsmöglichkeiten für die Ukraine erneut ausgeweitet.
Verbesserungen für die Absicherung von Geschäften im Privatsektor
- Erhöhung der Einzeltransaktionsgröße von 5 Mio. EUR auf 10 Mio. EUR - sowohl für Liefergeschäfte als auch Beteiligungen mit privaten Abnehmern und staatlichen Unternehmen mit guter Bonität
- Ausweitung des Zahlungszieles bzw. der Laufzeit der Beteiligungsgarantie auf bis zu 8 ½ Jahre
- Erhöhung der Deckungsquote für politische Risken von 95 % auf 98 %. Die wirtschaftliche Deckungsquote bleibt unverändert bei 95 %.
Bei allen Anträgen erfolgt eine strikte Einzelfallprüfung. Weiterhin keine Deckung gibt es für die von Russland annektierten Gebiete Donezk, Luhansk, Cherson, Saporischschja und Krim, sowie kriegsnahe Regionen.
Ukraine-Fazilität für Geschäfte im öffentlichen Sektor
Für Geschäfte im öffentlichen Sektor steht eine spezielle Ukraine-Fazilität zur Verfügung. Die dadurch ermöglichten Exporte sollen aktiv zum Wiederaufbau des Landes beitragen und die Basisinfrastruktur sichern bzw. wiederherstellen.