This content is only available in German.

Die oberösterreichischen Reform-Werke entwickeln, produzieren und verkaufen Spezialfahrzeuge und Anbaugeräte für die Bergland- und Kommunaltechnik.

Das Traditionsunternehmen nutzt den OeKB > ESG Data Hub schon seit dessen Beginn. Ein Erfahrungsaustausch mit Geschäftsführer Reinhard Riepl und Accounting-Leiter Gerhard Gadermair.

Der OeKB > ESG Data Hub gibt Guidance in der ESG-Welt

Für die Reform-Werke ist ESG ein längst vertrautes Kürzel. Die neuen Berichterstattungspflichten rücken es allerdings noch stärker in den Fokus. Welche zusätzlichen Chancen entdecken Sie durch die Beschäftigung mit dem Thema? 

Reinhard Riepl: Wir sind ein traditionsreicher Familienbetrieb, der seit mittlerweile mehr als 110 Jahren besteht und in dritter Generation tätig ist. Da muss also schon etwas grundsätzlich Nachhaltiges in unserem Geschäftsmodell drinstecken. Wir sind es gewohnt, mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verantwortungsvoll umzugehen, wir bilden seit Ende der fünfziger Jahre erfolgreich Lehrlinge aus - mittlerweile über 700, wir reparieren und recyceln im Sinne der Kreislaufwirtschaft, erzeugen unseren eigenen PV-Strom und sind ehrlich.

Wir sind uns bewusst, dass wir in punkto E, also Umwelt als „schmutziges Unternehmen“ eingestuft werden, denn wir bauen noch Fahrzeuge mit Dieselmotor. Die brauchen unsere Kunden, um in schwierigem Gelände, am Berg und im schweren Einsatz in der Kommunaltechnik sicher ihre Arbeit verrichten zu können. Wir bieten aber auch schon erste E-Lösungen für den kommunalen Bereich an. Vermutlich könnte man technisch heute bereits 80 % der Anforderungen in der Kommunaltechnik mit E-Antrieben abbilden – aber die E-Fahrzeuge sind noch rund zwei bis dreimal so teuer wie herkömmliche. Und Grün hört bei der eigenen Geldtasche auf.

Grundsätzlich merken wir durch die Beschäftigung mit dem Thema ESG und der offenen Kommunikation darüber, dass wir positiver wahrgenommen werden, uns klarer positionieren können, besseren Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten haben und sich daraus langfristig eine weitere Wertsteigerung für uns ergibt.


Durch die Beschäftigung mit dem Thema ESG werden wir positiver wahrgenommen und haben besseren Zugang zu Finanzierungsmöglichkeiten.
Reinhard Riepl
Geschäftsführer Reform-Werke

Die Reform-Werke waren eines der ersten Unternehmen, die sich für die Nutzung des OeKB > ESG Data Hub entschieden haben. Warum?

Reinhard Riepl: Ausschlaggebend war die Erfahrung, die ich beim Thema KYC – also „Know Your Customer“ – mit den Banken gemacht habe. Für jede Bank, mit der wir zu tun haben, mussten wir eigene Fragebögen ausfüllen. Das war und ist mühsam und zeitaufwändig. Ich wünschte mir einen einheitlichen Fragebogen, den man einmal ausfüllt und dann allen Banken, die ihn brauchen, zur Verfügung stellt.

Umso mehr hat es mich gefreut, als uns die OeKB angeboten hat, ihren ESG-Fragebogen noch in der Prototypen-Phase zu testen und Feedback zu geben. Als technikorientiertes Unternehmen lieben wir Prototypen! Die Zusammenarbeit mit der OeKB war großartig, denn da wurde nicht damit begonnen, gleich einen riesigen Elefanten zu basteln, sondern schrittweise mit kleinen und permanenten Verbesserungen zu einer sinnvollen, bank- und branchenunabhängigen Lösung zu kommen. Da stecken echte Leidenschaft und das Verständnis für die Wirtschaft dahinter, die praxistaugliche Tools braucht.
 


Man sieht sehr schön und übersichtlich, wo das eigene Unternehmen in Sachen ESG steht, wo man schon gut unterwegs ist und was noch zu tun ist.
Gerhard Gadermair
Leiter Accounting Reform-Werke

Wie ist es Ihnen beim Ausfüllen des Fragebogens für den OeKB > ESG Data Hub gegangen?

Gerhard Gadermair: Am Anfang war es noch etwas holprig, weil ich mich zuerst allein daran versucht habe. Das ist bei der Anzahl der Fragen und den Details, die für uns als größeres Unternehmen relevant sind, schon eine Herausforderung.

Für mich war relativ schnell klar, dass eine Aufteilung zur Datenerhebung an die Fachabteilungen (HR, Beschaffung, Facility- und Qualitätsmanagement, Entwicklung, …) unumgänglich war. Gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus diesen Fachbereichen ist es wesentlich strukturierter und leichter geworden, die erforderliche Datensammlung bewerkstelligen zu können.

Grundsätzlich ist der Fragebogen sehr gut strukturiert und hat den Vorteil, dass man Fragen und Aufgaben im Data Hub direkt bestimmten Personen zuordnen und weiterleiten kann. Außerdem steht die Support-Hotline der OeKB jederzeit zur Verfügung.

Als wir den Fragebogen fertig hatten, war es einerseits sehr eindrucksvoll zu sehen, welches Ausmaß an Arbeit wir hier geleistet hatten und welche Daten in verschiedenen Fachbereichen im Unternehmen bereits vorhanden waren, die wir gut verwenden konnten. In unseren zertifizierten Qualitäts- und Umweltmanagementsystemen (ISO 9001 und ISO 14001) und unserem gut aufgebauten ERP-Programm verbergen sich wahre Datenschätze, die man für den ESG-Fragebogen nutzen kann.
 


Wir haben festgestellt, dass wir im Hinblick auf ESG schon deutlich besser sind, als wir dachten.

Gerhard Gadermair
Leiter Accounting Reform-Werke

Wie würden Sie die Vorteile, die der OeKB > ESG Fragebogen Ihnen bringt, kurz zusammenfassen?  

Gerhard Gadermair: Einerseits werden darin gut strukturiert die Fragen gestellt, die die Banken bei Finanzierungs- und Ratinganfragen auch stellen. Da hat man quasi zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Andererseits sieht man sehr schön und übersichtlich, wo das eigene Unternehmen in Sachen ESG steht, wo man schon gut unterwegs ist und was noch zu tun ist. Der ESG-Report, den man sich aus dem Data Hub heraus ausdrucken kann, ist außerdem eine gute Grundlage für die weiterführende, detaillierte CSRD-Berichterstattung. 

Was waren Ihre größten Learnings beim Ausfüllen des OeKB > ESG Fragebogens?

Gerhard Gadermair: Wir haben ESG-Kategorien kennengelernt, die uns vorher noch nicht bekannt waren bzw. wo uns nicht bewusst war, dass das, was wir in unserem Unternehmen ohnehin schon seit Jahren machen, in der ESG-Berichterstattung gut verwertet werden kann. Man muss also das Rad nicht neu erfinden. Und wir haben festgestellt, dass wir im Hinblick auf ESG schon deutlich besser sind, als wir dachten. Das hat der Branchenvergleich, der im OeKB > ESG Data Hub ebenfalls möglich ist, gezeigt. Das freut uns und motiviert zum Weitermachen.
 


Der OeKB > ESG Data Hub entlastet, nimmt Unsicherheit, bringt viel Klarheit für das eigene Unternehmen und macht auch Lust, am Thema dranzubleiben.
Reinhard Riepl
Geschäftsführer Reform-Werke

Was würden Sie einem Unternehmen raten, das sich jetzt erstmals mit der neuen Berichterstattung auseinandersetzt?

Reinhard Riepl: Ich kann nur jedem Unternehmen – egal, ob groß oder klein – empfehlen, sich so früh wie möglich mit der Thematik zu beschäftigen und den OeKB > ESG Data Hub zu nutzen. Das Tool ist kostenlos, man wird von einem unabhängigen Support-Team bei der OeKB begleitet und es ist – wie gesagt – sehr praxisnah aufgebaut. Man kann sich hier relativ niederschwellig mit den ESG- und Reporting-Anforderungen vertraut machen und den Fragebogen wie einen Navigator durch die ESG-Welt nutzen. Das entlastet, nimmt Unsicherheit, bringt viel Klarheit für das eigene Unternehmen. Es macht auch Lust, am Thema dranzubleiben, Neues zu entdecken und vor allem viel zu lernen.

Manche Unternehmen haben noch Scheu davor, ihre ESG-Daten im OeKB > ESG Data Hub ihren Banken zugänglich zu machen. Können Sie diese Scheu nachvollziehen? 

Reinhard Riepl: Aus meiner Sicht ist es eine vertane Chance. Eine einmalige Datenfreigabe für die Banken erspart mehrmaliges Formularausfüllen an verschiedenen Stellen. Wir wissen diese Möglichkeit für unser Unternehmen sehr zu schätzen.

Danke für das Gespräch!
 

Über die Reform-Werke

Die Reform-Werke sind ein international ausgerichtetes, innovatives und kundenorientiertes Familienunternehmen mit Sitz in Wels/Oberösterreich. 1910 gegründet, beschäftigt der Betrieb am Standort 370 Mitarbeitende und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von rund 115 Millionen Euro. Neben der Entwicklung, Produktion und dem Vertrieb von Berglandtechnik- und Kommunalfahrzeugen ist das Unternehmen im Bereich After-Sales-Service aktiv. Die Reform-Werke sind ein staatlich ausgezeichneter Ausbildungsbetrieb und setzen durch umfassendes Recycling und den Einsatz von erneuerbaren Energien auf Kreislaufwirtschaft und Klimaschutz.

Der OeKB > ESG Data Hub

Mit dem OeKB > ESG Data Hub können Sie Ihre ESG-Daten einfach sammeln und managen. Ein Fragebogen führt Sie durch die Welt der ESG-Daten. Er zeigt Ihnen, welche ESG-Kriterien für Ihr Unternehmen relevant sind.

Per Mausklick erhalten Sie eine übersichtliche Aufbereitung Ihrer ESG-Daten. Sie bekommen einen umfassenden Überblick über Ihre ESG-Performance gemäß österreichischem Standard.

Ein weiteres Plus: Sie können Ihre ESG-Daten ganz einfach mit Ihren Hausbanken zu teilen. Damit ersparen Sie sich das Ausfüllen spezieller ESG-Fragebögen der Banken.

Fragen?

Wir beraten Sie gerne.

Service Center OeKB > ESG Data Hub
T +43 1 531 27-1312
support@oekb-esgdatahub.com