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Energieverbrauch
Gesamtenergieverbrauch
english text
Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
Besteht in Ihrem Geschäftsmodell eine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen in Bezug auf Ihren Energieverbrauch?
Diese Frage klärt, in welchem Ausmaß Ihr Geschäftsmodell auf die Verwendung fossiler Energieträger angewiesen ist und wie anfällig es somit für Preissteigerungen (z. B. durch die CO2-Steuer) oder regulatorische Einschränkungen ist.
Zur Beantwortung müssen Sie prüfen, ob wesentliche Teile Ihrer Betriebsabläufe unter die in der Tabelle genannten Kriterien fallen.
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Hinweis Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen besteht, wenn die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit, das Geschäftsmodell oder die Vermögenswerte eines Unternehmens wesentlich von der Nutzung, Förderung oder Verarbeitung fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas) abhängen. |
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Abhängigkeitsbereich |
Kriterien |
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Umsatz‑ und Geschäftsmodellabhängigkeit: |
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Kosten‑ und Inputabhängigkeit: |
Auch ohne fossile Kerntätigkeit gilt Abhängigkeit, wenn:
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Asset‑Abhängigkeit: |
Abhängigkeit liegt vor, wenn:
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Investitions-Abhängigkeit: |
Ein Unternehmen gilt als abhängig, wenn:
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Beispiel
Ein österreichisches Bäckereiunternehmen betreibt seine großen Backöfen sowie die Heizung der Filialen ausschließlich mit Erdgas. Zudem besteht die Lieferflotte aus Diesel-Lkw. Da das Unternehmen für den Kern seiner Geschäftstätigkeit (das Backen und Ausliefern) zwingend auf diese fossilen Brennstoffe angewiesen ist und kurzfristig keine alternativen Energieträger einsetzen kann.
Das Unternehmen beantwortet die Frage mit "Ja".
Nutzen Sie das Freitextfeld, um die Abhängigkeiten Ihres Unternehmens von fossilen Brennstoffen zu erläutern.
Diese Frage soll klären, wie stark Ihr Unternehmen noch von klimaschädlichen Energieträgern abhängig ist und welches Potenzial für einen Umstieg auf saubere Alternativen besteht. Zur Beantwortung orientieren Sie sich an den Punkten der vorigen Frage.
Beispiel
- Beispiel A
Eine mittelständische österreichische Ziegelei betreibt ihre Brennöfen ausschließlich mit Erdgas, da die für den Backvorgang benötigten hohen Temperaturen derzeit technisch kaum wirtschaftlich durch Strom erreicht werden können. Im Freitextfeld erläutert das Unternehmen, dass eine Kosten- und Inputabhängigkeit besteht, da die Energiekosten etwa 30 % der Gesamtausgaben ausmachen und direkt an den Erdgaspreis gekoppelt sind. Zudem weist der Betrieb auf eine Asset-Abhängigkeit hin, da die langlebigen Brennöfen (Nutzungsdauer noch 15 Jahre) fest auf Gasbetrieb ausgelegt sind und ein vorzeitiger Austausch aufgrund fehlender Infrastruktur für grünen Wasserstoff zu einer massiven Entwertung des Anlagevermögens führen würde.
- Beispiel B
Ein österreichischer Brennstoffhandel erzielt derzeit noch 70 % seines Umsatzes mit dem Verkauf von Heizöl und Diesel an Privat- und Gewerbekunden. Im Freitextfeld legt das Unternehmen offen, dass eine starke Umsatzabhängigkeit vorliegt. Da das Unternehmen jedoch plant, in den nächsten drei Jahren die Lkw-Flotte auf E-Antrieb umzustellen und das Sortiment um Holzpellets zu erweitern, beschreibt es hier seine Investitions-Abhängigkeit: Es wird erläutert, dass aktuelle CapEx-Investitionen (Investitionsausgaben) bereits gezielt in den Ausbau der erneuerbaren Sparte fließen, um die Abhängigkeit von fossilen Erlösen gemäß den EU-Klimazielen schrittweise zu reduzieren und das Risiko von "Stranded Assets" (wertlosen Anlagen) zu minimieren.
Stromverbrauch
VSME B3
Kann Ihr Unternehmen den jährlichen Gesamtstromverbrauch in MWh angeben?
Diese Frage prüft, ob detaillierte Angaben zum Stromverbrauch verfügbar sind. Bei ‚Ja‘ erscheinen weitere Fragen.
Zur Beantwortung müssen Sie sicherstellen, dass Sie sowohl die Daten Ihrer Stromrechnungen als auch die Daten über selbst erzeugten und verbrauchten Strom (z. B. aus einer PV-Anlage) systematisch erfassen und gegebenenfalls umrechnen können.
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Hinweis Umrechnungsfaktoren zu bestimmten Energieträgern finden Sie hier. |
Wie hoch ist der Gesamtstromverbrauch Ihres Unternehmens im Berichtsjahr? (in MWh pro jahr)
Diese Frage soll klären, wie viel MWh Strom Ihr Unternehmen insgesamt im Berichtsjahr benötigt hat.
Zur Beantwortung müssen Sie die Summe aller im Betrieb verbrauchten Megawattstunden (MWh) angeben, unabhängig davon, ob der Strom zugekauft oder selbst erzeugt wurde.
Beispiel
Ein österreichisches Softwareunternehmen hat seinen Stromverbrauch für das Jahr 2025 ausgewertet. Die Jahresabrechnung des Energieversorgers weist für die Büroflächen einen Netzbezug von 45.000 kWh aus. Zusätzlich betreibt das Unternehmen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach, von deren Produktion 15.000 kWh direkt im Gebäude für die Serverkühlung verbraucht wurden (Eigenverbrauch).
Das Unternehmen addiert den Netzbezug und den Eigenverbrauch 45.000 + 15.000 = 60.000 kWh und rechnet das Ergebnis durch 1.000, um den Wert in Megawattstunden zu erhalten. Im Bericht gibt das KMU einen "Gesamtstromverbrauch" von 60 MWh an.
Wie hoch ist der Gesamtstromverbrauch Ihres Unternehmens aus erneuerbaren Energiequellen im Berichtsjahr? (in MWh pro Jahr)
Diese Frage dient dazu, den Anteil an grünem Strom in Ihrem Unternehmen zu beziffern und aufzuzeigen, inwieweit Sie bereits auf klimafreundliche Energiequellen setzen.
Zur Beantwortung benötigen Sie Ihre Stromabrechnungen (Stromkennzeichnung des Versorgers) sowie Daten Ihrer eigenen Erzeugungsanlagen (z. B. Photovoltaik), um die Summe des erneuerbaren Stroms in Megawattstunden (MWh) anzugeben.
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Hinweis Umrechnungsfaktoren zu bestimmten Energieträgern finden Sie hier. |
Der Anteil des Verbrauchs an erneuerbarer Energie kann auf der Grundlage von Herkunftsnachweisen, Zertifikaten für erneuerbare Energien oder der in der Stromrechnung angegebenen Stromzusammensetzung berechnet werden. Die Stromrechnung kann sich auf die verbrauchten Stromeinheiten beziehen und den prozentualen Anteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen ausweisen.
Das Unternehmen darf seinen Energieverbrauch nicht durch seine Energieerzeugung ausgleichen, selbst wenn die an einem Standort erzeugte Energie an Dritte verkauft und von diesen genutzt wird. Auch bei den Angaben zum Verbrauch selbst erzeugter Energie ist eine Doppelzählung des Brennstoffverbrauchs zu vermeiden. Erzeugt das Unternehmen Strom aus einer nicht erneuerbaren oder einer erneuerbaren Brennstoffquelle und verbraucht den erzeugten Strom anschließend selbst, so wird der Energieverbrauch nur einmal beim Brennstoffverbrauch berücksichtigt.
Beispiel
Eine österreichische Tischlerei hat im Berichtsjahr insgesamt 120 MWh Strom verbraucht. Der Betrieb bezieht einen zertifizierten Ökostromtarif, bei dem laut Stromkennzeichnung des Versorgers 100 % aus Wasserkraft und Windenergie stammen. Zusätzlich hat die hauseigene Photovoltaikanlage 30 MWh Strom produziert, der direkt im Betrieb verbraucht wurde.
Das Unternehmen addiert beide Werte 120 MWh + 30 MWh und gibt im Bericht einen "Gesamtstromverbrauch aus erneuerbaren Energiequellen" von 150 MWh an.
Wie hoch ist der Gesamtstromverbrauch Ihres Unternehmens aus NICHT erneuerbaren Energiequellen im Berichtsjahr? (in MWh pro Jahr)
Diese Frage soll klären, wie viel Strom Ihr Unternehmen aus fossilen oder nuklearen Quellen bezogen hat, um die damit verbundenen indirekten Umweltauswirkungen zu bewerten.
Zur Beantwortung benötigen Sie Ihre Stromabrechnungen und den darauf ausgewiesenen Stromnetz-Mix (Stromkennzeichnung). Relevant ist dabei der prozentuale Anteil der nicht erneuerbaren Quellen, den Sie auf Ihren Gesamtverbrauch in Megawattstunden (MWh) anwenden.
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Hinweis Umrechnungsfaktoren zu bestimmten Energieträgern finden Sie hier. |
Beispiel
Ein österreichischer Industriebetrieb hat im Berichtsjahr insgesamt 500 MWh Strom verbraucht. Laut der Stromkennzeichnung auf der Jahresabrechnung des Energieversorgers stammten 20 % des gelieferten Stroms aus Erdgas (nicht erneuerbar), da das Unternehmen keinen speziellen Ökostrom-Tarif gebucht hatte. Das Unternehmen rechnet daher: 500 MWh × 0,20 = 100 MWh.
Im Bericht gibt das KMU somit 100 MWh als "Gesamtstromverbrauch aus nicht erneuerbaren Energiequellen" an.
Reduktionsmaßnahmen - Strom
Welche Maßnahmen ergreift Ihr Unternehmen zur Reduktion des Stromverbrauchs?
Diese Frage ist optional zu beantworten. Diese optionale Frage ermöglicht es Ihnen, bestehende und geplante Maßnahmen zur Reduktion des Stromverbrauchs darzustellen und Ihren Stromverbrauch besser zu verstehen.
Zur Beantwortung sollten Sie technische Nachrüstungen, organisatorische Änderungen oder Investitionen in effizientere Geräte nennen, die den Strombedarf nachhaltig senken.
Beispiel
Ein österreichischer Bäckereibetrieb stellte fest, dass die alten Kühl- und Backöfen einen sehr hohen Stromverbrauch aufwiesen.
- Um diesem hohen Verbrauch entgegenzuwirken, stellte der Betrieb die gesamte Beleuchtung in der Backstube und im Verkaufsraum auf LED mit Bewegungsmeldern um.
- Zudem installierte er ein Lastmanagementsystem, das die Einschaltzeiten der Öfen optimiert, um teure Stromspitzen zu vermeiden.
Durch diese Maßnahmen konnte der Betrieb seinen jährlichen Stromverbrauch um 15 % senken.
Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen
VSME B3
Kann Ihr Unternehmen den jährlichen Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen in MWh angeben?
Diese Frage prüft, ob detaillierte Angaben zum jährlichen Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen verfügbar sind. Bei ‚Ja‘ erscheinen weitere Fragen.
Für die Beantwortung der folgenden Fragen benötigen Sie Angaben zu den Mengen der verbrauchten Brenn- und Kraftstoffe (üblicherweise dokumentiert über Rechnungen).
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Hinweis Bei der Erarbeitung der Informationen über den Energieverbrauch klammert das Unternehmen Einsatzstoffe und Brennstoffe aus, die nicht für energetische Zwecke verbrannt werden. Ein Unternehmen, das Brennstoffe als Einsatzstoffe verbraucht, kann Informationen über diesen Verbrauch getrennt von den Pflichtangaben vorlegen. Umrechnungsfaktoren zu bestimmten Energieträgern finden Sie hier. |
Wie hoch ist der Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen Ihres Unternehmens im Berichtsjahr?
Diese Frage soll klären, welche Energiemenge Ihr Unternehmen insgesamt durch die Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen (sowohl fossile als auch erneuerbare) im Berichtsjahr verbraucht hat.
Zur Beantwortung müssen Sie die Verbräuche aller festen, flüssigen und gasförmigen Energieträger, die direkt in Ihren Anlagen oder Fahrzeugen genutzt werden, addieren und die Summe einheitlich in Megawattstunden (MWh) angeben.
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Hinweis Umrechnungsfaktoren zu bestimmten Energieträgern finden Sie hier. Erzeugt ein Unternehmen Strom aus erneuerbaren oder nicht erneuerbaren Brennstoffen und nutzt diesen Strom selbst, wird der Energieverbrauch nur einmal erfasst – nämlich beim „Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen“. Der selbst erzeugte und verbrauchte Strom wird nicht zusätzlich als Stromverbrauch gezählt (siehe auch). |
Beispiel
Ein österreichischer Holzbaubetrieb hat für das Berichtsjahr seine gesamte Energiebilanz für Brennstoffe erstellt. Der Betrieb verbrauchte für die Beheizung der Werkstatt 50.000 kWh Erdgas (nicht erneuerbar) und für die Lackierkabine 20 MWh Holzpellets (erneuerbar). Zusätzlich wurden für die Firmenfahrzeuge 5.000 Liter Diesel getankt, was umgerechnet 50 MWh entspricht.
Das Unternehmen addiert diese Werte 50 MWh Erdgas + 20 MWh Pellets + 50 MWh Diesel und gibt im Bericht einen "Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen" von 120 MWh an.
Wie hoch ist der Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen Ihres Unternehmens aus erneuerbaren Energiequellen im Berichtsjahr?
Diese Frage dient dazu, den Anteil erneuerbarer Energieträger in Ihrem Unternehmen zu erfassen.
Zur Beantwortung müssen Sie die Mengen aller Energieträger addieren, die aus regenerativen Quellen stammen und direkt in Ihrem Unternehmen zur Wärme- oder Krafterzeugung genutzt werden (z. B. Pellets, Biodiesel oder Biogas), und diese in Megawattstunden (MWh) angeben.
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Hinweis Umrechnungsfaktoren zu bestimmten Energieträgern finden Sie hier. Erzeugt ein Unternehmen Strom aus erneuerbaren oder nicht erneuerbaren Brennstoffen und nutzt diesen Strom selbst, wird der Energieverbrauch nur einmal erfasst – nämlich beim „Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen“. Der selbst erzeugte und verbrauchte Strom wird nicht zusätzlich als Stromverbrauch gezählt (siehe auch). |
Beispiel
Ein österreichischer Hotelbetrieb hat seine Energieversorgung teilweise auf erneuerbare Quellen umgestellt. Für die Beheizung des Gebäudes wurden im Berichtsjahr 15 Tonnen Holzpellets eingekauft. Da eine Tonne Pellets einem Energiegehalt von etwa 4,8 MWh entspricht, ergibt dies einen Brennstoffverbrauch von 72 MWh (15 × 4,8 MWh/t). Zusätzlich nutzt der Betrieb für den hoteleigenen Shuttlebus ausschließlich reines Pflanzenöl (HVO), wofür laut Tankbelegen 2.000 Liter verbraucht wurden (entspricht ca. 17,27 MWh).
Das Unternehmen addiert beide Werte und gibt einen "Gesamtverbrauch aus erneuerbaren Quellen" von 89,27 MWh an.
Wie hoch ist der Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen Ihres Unternehmens aus NICHT erneuerbaren Energiequellen im Berichtsjahr?
Diese Frage soll klären, wie stark Ihr Unternehmen von fossilen Energieträgern abhängig ist, die Treibhausgasemissionen verursachen und endliche Ressourcen verbrauchen.
Zur Beantwortung müssen Sie die Verbräuche von Energieträgern wie Heizöl, Erdgas, Diesel oder Benzin aus Ihren Abrechnungen in Megawattstunden (MWh) zusammenfassen, wobei nur jene Mengen zählen, die direkt im Unternehmen verbrannt werden.
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Hinweis Umrechnungsfaktoren zu bestimmten Energieträgern finden Sie hier. Erzeugt ein Unternehmen Strom aus erneuerbaren oder nicht erneuerbaren Brennstoffen und nutzt diesen Strom selbst, wird der Energieverbrauch nur einmal erfasst – nämlich beim „Gesamtverbrauch an Kraft- und Brennstoffen“. Der selbst erzeugte und verbrauchte Strom wird nicht zusätzlich als Stromverbrauch gezählt (siehe auch). |
Beispiel
Ein österreichischer Installateurbetrieb wertet für das Berichtsjahr seine Rechnungen für die Fahrzeugflotte (Diesel) und die Gebäudeheizung (Erdgas) aus. Der Fuhrpark verbrauchte 15.000 Liter Diesel und die Heizung 80.000 kWh Erdgas. Um den Gesamtverbrauch aus nicht erneuerbaren Quellen korrekt anzugeben, rechnete das Unternehmen die Einheiten mithilfe von Umrechnungsfaktoren in Megawattstunden um und addierte diese zu einem Gesamtwert von 226,76 MWh.
15.000 l × 0,84 kg/l = 12.600 kg × 11,65 kWh/kg = 146.790 kWh/1.000 = 146,79 MWh
80.000 kWh /1000 0= 80 MWh
∑ = 146,76 MWh + 80 MWh = 226, 76 MWh
Treibhausgasemissionen
VSME B3/C2
Berechnet Ihr Unternehmen seine Treibhausgasemissionen nach dem GHG-Protokoll?
Diese Frage dient dazu, festzustellen, ob Sie den international anerkannten Standard THG-Protokoll nutzen, um Ihren CO2-Fußabdruck methodisch korrekt zu erfassen und vergleichbar zu machen. Zur Beantwortung geben Sie an, ob Ihr Unternehmen die Berechnungen nach den Vorgaben des "Greenhouse Gas Protocol" (THG-Protokoll) durchführt, welche Emissionen in die Kategorien Scope 1, 2 und 3 unterteilt.
Geben Sie die von Ihrem Unternehmen ermittelten Treibhausgasemissionen für das (1) Berichtsjahr, (2) das Basisjahr, (3) das kurzfristige Zieljahr sowie (4) das langfristige Zieljahr 2050 an.
Diese Frage dient dazu zu ermitteln, wie groß der Treibhausgas-Fußabdruck Ihres Unternehmens ist. Der angegebene Wert stellt somit die berechnete Gesamtwirkung Ihres Unternehmens auf das Klima dar.
Die Treibhausgasemissionen werden nach den Vorgaben des GHG Protocols getrennt in Scope 1, 2 und 3 ermittelt und dargestellt. Damit die Werte miteinander vergleichbar sind, werden die Auswirkungen der verschiedenen Treibhausgase in CO₂-Äquivalente (CO₂e) umgerechnet.
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Begriff |
Bedeutung |
Beispiele |
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Direkte Treibhausgasemissionen (Scope 1) |
Direkte Treibhausgasemissionen aus Quellen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle des Unternehmens befinden. |
Stationäre Anlagen (z.B. Heizungen) Mobile Anlagen (z.B. Fahrzeuge) |
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Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 2) |
Indirekte Treibhausgasemissionen sind Emissionen, die infolge der Tätigkeiten des Unternehmens entstehen, aber an Quellen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle eines anderen Unternehmens befinden. Scope-2- Treibhausgasemissionen sind indirekte Emissionen aus der Erzeugung von erworbener/m oder erhaltener/m Elektrizität, Wärme, Dampf oder Kühlung, die/den das Unternehmen verbraucht. |
Emissionen aus der Erzeugung von eingekauftem Strom, Dampf oder Fernwärme und -kälte |
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Standortbasierte |
Scope 2 Emissionen können auf zwei Arten berechnet werden: standortbasiert oder marktbasiert. Standortbasiert bedeutet: Emissionen, die auf Basis der durchschnittlichen Emissionsintensität des Stromnetzes des Landes berechnet werden, in dem der Strom verbraucht wird. |
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Markbasierte |
Scope 2 Emissionen können auf zwei Arten berechnet werden: standortbasiert oder marktbasiert. Marktbasiert bedeutet: Emissionen, die anhand der in den Stromverträgen bzw. vom Energielieferanten festgelegten Emissionsfaktoren berechnet werden. |
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Indirekte Treibhausgasemissionen (Scope 3) |
Sind alle indirekten Treibhausgasemissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens entstehen, aber nicht direkt dem Unternehmen zuzurechnen sind (z.B. durch Lieferanten, Kunden, Abfallentsorgung, Geschäftsreisen). Sie werden dem THG-Protokoll folgend in 15 Kategorien unterteilt (vorgelagert & nachgelagert) und machen oft den größten Teil des CO2-Fußabdrucks aus, was ihre Erfassung für Unternehmen entscheidend macht, um Klimaziele zu erreichen und regulatorische Anforderungen zu erfüllen. |
Eingekaufte Güter und Dienstleistungen, Kapitalgüter, Brennstoff- und energiebezogene Emissionen (nicht in Scope 1 oder 2 enthalten), Transport und Verteilung (vorgelagert), … |
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Hinweis für Unternehmen ohne ermittelte Werte Wenn Sie Hilfe bei der Ermittlung Ihrer Treibhausgasemissionen brauchen können Sie das konstenlose Klimatool der WKO oder die Anleitung des Umweltbundesamtes für Scope 1 und Scope 2 nutzen. |
Anleitung zum richtigen Ausfüllen der Tabelle
Schritt 1: Neues Jahr anlegen
- Zum Eintragen der Werte legen Sie ein neues Berichtsjahr an, indem sie auf den blauen Button „+ Neues Jahr“ klicken.
- Wählen Sie, ob Sie ein Basis-, ein Berichts-, oder ein Zieljahr anlegen wollen und geben Sie eine entsprechende Jahreszahl ein.
- Berichtsjahr: Es können mehrere Berichtsjahre angelegt werden, wobei diese nicht in der Zukunft liegen dürfen und nicht mit dem Basisjahr übereinstimmen dürfen.
- Basisjahr: Das Basisjahr darf nicht in der Zukunft liegen. Zusatz: Wenn Sie ein Basisjahr anlegen wird, automatisch das langfristige Zieljahr 2050 angelegt.
- Zieljahr: Es können mehrere Zieljahre erstellt werden. Diese dürfen nicht in der Vergangenheit liegen und dürfen noch nicht für ein anderes Berichts-/ Basisjahr verwendet werden. Zusätzlich zum automatisch erstellten Zieljahr 2050 kann ein zweites „kurzfristiges“ Zieljahr erstellt werden dessen Jahreszahl manuell angepasst werden kann.
- Nach dem Bestätigen durch das Klicken auf den Button „Neues Jahr erzeugen“ öffnet sich automatisch ein Tabellenblatt für das erstellte Jahr. Wählen Sie hier aus in welcher Form Sie Ihre Daten eintragen möchten. (siehe weiter unten).
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Begriff |
Bedeutung |
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Berichtsjahr |
Ist in der Regel das Jahr, auf das sich alle Angaben im Fragebogen beziehen. |
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Basisjahr |
Stellt in der Regel das erste Jahr dar, für das Sie umfassende Daten und Kenntnisse über die Treibhausgasemissionen Ihres Unternehmens gesammelt haben. |
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Zieljahr |
Stellt das Jahr dar, für das Ihr Unternehmen die Erreichung eines definierten Klimaziels anstrebt. |
Hinweis
Bitte beachten Sie, dass bei einer Änderung der Tabellenansicht alle bereits eingetragenen Daten des betreffenden Tabellenblattes gelöscht werden.
Schritt 2: Dateneingabe
Sie können anhand der Verfügbarkeit Ihrer Daten entscheiden, in welcher Form Sie die Angaben eingeben. Dabei stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Scope 1, 2, 3 kombiniert: Unter diesem Tabellenreiter haben Sie die Möglichkeit alle 3 Scope-Werte summiert ohne weitere Unterscheidungen einzutragen – also ein Wert für alle drei Scopes zusammen.
- Scope 1, 2 kombiniert; Scope 3 separat: Unter diesem Tabellenreiter haben Sie die Möglichkeit Ihre Scope 1& 2 Werte kombiniert einzutragen und Scope 3 separat auszuweisen. – Ein Wert für Scope 1+2 und ein Wert für Scope 3
- Scope 1, 2, 3 separat: Unter diesem Tabellenreiter können Sie die drei Scope-Werte separat voneinander eintragen. Dabei besteht die Möglichkeit, sowohl detaillierte Einzelwerte als auch Gesamtwerte anzugeben.
- Summierte Daten: Hier können nur Gesamtwerte der einzelnen Scope-Werte (Scope 1, Scope 2 LB/MB, Scope 3) eingetragen werden.
- Detaillierte Daten: Hier haben Sie die Möglichkeit zugrundeliegende Informationen zu den jeweiligen Scopes einzutragen. Über den Button „Neue Eingabe“ können zusätzliche Kategorien in den einzelnen Scopes ergänzt werden. Diese Detailinformationen werden pro Scope automatisch zu einem Scope-Gesamtwert aufsummiert.
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Hinweis: Eingabe Zieljahr Die Eingabefelder für das Zieljahr unterscheiden sich von jenen im Basis- und Berichtsjahr. Im Zieljahr geben Sie keine absoluten Emissionswerte ein, sondern legen fest, wie stark sich die Emissionen im Vergleich zum Basisjahr verändern sollen. Dabei stehen Ihnen zwei wichtige Felder zur Verfügung:
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Beispiel
Der Basiswert beträgt 2020 100 t CO₂e. Für 2050 setzt sich das Unternehmen ein Reduktionsziel von –90 %. Durch eine neue Anlage ab 2025 steigen die Emissionen um 30 %. Daher wird der Basiswert angepasst, indem im Feld „Zielanteil von Basiswert“ der Wert 130 % eingetragen wird.
Eintrag im Zieljahr 2050:
- Zielanteil von Basiswert: 130 %
- Reduktionsziel zum Basisjahr in %: –90 %
Komplettes Umrechnungsbeispiel
Ein österreichischer Produktionsbetrieb möchte seine Emissionen für das Berichtsjahr 2025 berechnen. Das Unternehmen nutzt Heizöl für die Beheizung der Werkstatt.
Ermittlung des Verbrauchs:
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Menge |
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Zugekaufte Menge im Jahr 2025 |
5.000 Liter |
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Lagerbestand am 01.01.2025 |
800 Liter |
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Lagerbestand am 01.01.2026 |
300 Liter |
5.000 + (800 - 300) = 5.500 Liter tatsächlicher Verbrauch
Berechnung der Emissionen (in kg):
Verwendeter Emissionsfaktor (gemäß Umweltbundesamt): 3,45 kg/l
5.500l × 3,45kg/l = 18.975 kg CO2e
Umrechnung in Tonnen (CO2e):
18.975 kg / 1.000 = 18,98t CO2e (gerundet).
Eintragen in die Tabelle:
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Basisjahr 2020 |
Berichtsjahr 2025 |
Kurzfristiges Zieljahr 2030 |
Langfristiges zieljahr 2050 |
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25,50t CO2e |
18,98t CO2e |
12,00t CO2e |
0t CO2e |
Werden Ihre berechneten THG-Emissionen (Scope 1, 2 und 3) durch eine unabhängige Auditorganisation geprüft?
Diese Frage soll klären, ob Ihre Treibhausgasbilanz nicht nur nach dem weltweit führenden Standard (GHG-Protokoll) erstellt, sondern auch von einer externen Stelle auf ihre Richtigkeit und Vollständigkeit hin kontrolliert wurde. Zur Beantwortung müssen Sie angeben, ob die Berechnungen für die direkten (Scope 1), indirekten (Scope 2) und die vor- bzw. nachgelagerten Emissionen (Scope 3) durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer oder eine spezialisierte Zertifizierungsgesellschaft verifiziert wurden.
Maßnahmen Treibhausgasziele VSME C3
Geben Sie die wesentlichen Maßnahmen an, die Ihr Unternehmen zur Erreichung seiner Treibhausgasemissionsziele durchführen wird.
Diese optionale Frage ermöglicht es Ihnen, bestehende und geplante Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgasemissionen darzustellen und Ihren Treibhausgasbilanz besser zu verstehen.
Zur Beantwortung sollten Sie die wichtigsten operativen Veränderungen nennen, wie etwa die Dekarbonisierung der Lieferkette, Investitionen in Energieeffizienz oder den Umstieg auf erneuerbare Energieträger.
Beispiel
Ein österreichischer Produktionsbetrieb für Metallwaren hat das Ziel, seine Emissionen bis 2030 um 40 % zu senken. Als wesentliche Maßnahmen wurden die Installation einer 1.500m² großen Photovoltaikanlage auf dem Fabrikdach sowie der Austausch der alten Gasheizung gegen eine industrielle Wärmepumpe festgelegt. Zusätzlich wurde eine neue Einkaufsrichtlinie eingeführt, die Lieferanten bevorzugt, die ihren Stahl mit einem geringeren CO2-Fußabdruck produzieren.
Klimaintensive Sektoren
VSME C3
Ist Ihr Unternehmen in einem klimaintensiven Sektor tätig?
Diese Frage dient dazu, festzustellen, ob Ihr Unternehmen einer Branche angehört, die aufgrund ihrer Prozesse typischerweise hohe Mengen an Treibhausgasen ausstößt und daher besonders im Fokus der Klimaregulierung steht.
Zur Beantwortung müssen Sie prüfen, ob Ihre Hauptgeschäftstätigkeit in Sektoren wie der Energieerzeugung, der Schwerindustrie (z. B. Stahl, Zement), dem Bergbau oder dem Luftverkehr liegt, da für diese oft strengere Berichts- und Reduktionspflichten gelten.
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Hinweis Sektoren mit hoher Klimaauswirkung sind in den NACE-Abschnitten A bis H und Abschnitt L gemäß Anhang I der Verordnung (EG) Nr. 1893/2006 aufgeführt. |
Verfügt Ihr Unternehmen bereits über einen Transitionsplan zur Minderung des Klimawandels?
Falls ja, beschreiben Sie diesen und erläutern Sie, wie er zur Reduktion von Treibhausgasemissionen beiträgt.
Diese Frage soll klären, ob Ihr Unternehmen eine langfristige Strategie verfolgt, um seine CO2-Emissionen systematisch zu senken und das Geschäftsmodell klimaneutral auszurichten.
Zur Beantwortung beschreiben Sie Ihre konkreten Ziele (z. B. Netto-Null bis 2040), die geplanten Maßnahmen wie den Umstieg auf erneuerbare Energien und wie diese Schritte zur Erreichung der Pariser Klimaziele beitragen.
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Begriff |
Bedeutung |
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Transitionsplan (Übergangsplan) |
In einem Übergangsplan für den Klimaschutz ist eine Reihe von gegenwärtigen und künftigen Maßnahmen festgelegt, mit denen das Geschäftsmodell, die Geschäftsstrategie und der Geschäftsbetrieb des Unternehmens auf die übergeordnete weltweite Zielsetzung ausgerichtet werden sollen, die Erderwärmung auf 1,5 °C zu begrenzen. Unterlegt durch ein mit dieser Zielsetzung vereinbares THG-Reduktionsziels liegt die Bedeutung eines solchen Übergangsplans darin, dass er es ermöglicht, zu verstehen, wie das Unternehmen zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft übergehen wird, und die dabei erzielten Fortschritte zu verfolgen. Die wichtigsten Elemente eines Transitionsplans (Übergangsplan) umfassen:
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Falls Ihr Unternehmen derzeit keinen Transitionsplan zur Minderung des Klimawandels hat: Ist die Einführung eines solchen Plans geplant?
Wenn ja, zu welchem Zeitpunkt? Geben Sie bitte das Datum in dieser Form (TT / MM / JJJJ) im Freitextfeld an.
Diese Frage soll klären, ob Ihr Unternehmen eine strategische Roadmap entwickelt, um das Geschäftsmodell schrittweise an eine kohlenstoffarme Wirtschaft anzupassen und die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens zu unterstützen.
Zur Beantwortung müssen Sie angeben, bis wann diese in einem strukturierten Plan schriftlich fixiert sein sollen.
Treibhausgasintensitäten
VSME B3
Geben Sie an wie hoch Ihre Treibhausintensität ist.
Diese Frage dient dazu, Ihre Treibhausgasemissionen ins Verhältnis zu Ihrer wirtschaftlichen Leistung zu setzen, um die Kohlenstoffeffizienz Ihres Unternehmens unabhängig von seiner Größe vergleichbar zu machen.
Zur Beantwortung teilen Sie Ihre gesamten Treibhausgasemissionen (Scope 1, standortbezogene Scope 2 und Scope 3 Emissionen in Tonnen CO2-Äquivalenten) durch Ihre Umsatzerlöse.
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Begriff |
Bedeutung |
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Treibhausgas- (THG-) Bruttoemissionen |
Treibhausgas-(THG-)Bruttoemissionen bezeichnen die THG-Gesamtemissionen, die das Unternehmen in die Atmosphäre abgibt, ohne dass Abzüge für CO2- Entnahmen oder andere Anpassungen berücksichtigt werden. |
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Scope 1 |
Direkte Treibhausgasemissionen aus Quellen, die sich im Eigentum oder unter der Kontrolle des Unternehmens befinden. |
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Standortbezogene Scope 2-Emissionen |
Emissionen aus Elektrizität, Wärme, Dampf oder Kühlung, die/den das Bericht erstattende Unternehmen erwirbt oder erhält und verbraucht, berechnet nach der standortbezogenen „Zuweisungsmethode“, bei der die Erzeugeremissionen den Endnutzern zugewiesen werden. Sie spiegeln die durchschnittliche Emissionsintensität der Netze wider, in denen der Energieverbrauch stattfindet, und beruhen hauptsächlich auf Daten zu den durchschnittlichen Emissionsfaktoren des Netzes. Typische Quellen von Scope-2-Emissionen sind alle Betriebseinrichtungen, die Elektrizität (Elektromotoren, Beleuchtung, Gebäude usw.), Wärme (Heizung in industriellen Prozessen, Gebäuden usw.), Dampf (industrielle Prozesse) oder Kälte (industrielle Prozesse, Gebäude usw.) verbrauchen. |
Anleitung zum richtigen Ausfüllen der Tabelle
Schritt 1: Neues Jahr anlegen
- Zum Eintragen der Werte legen Sie ein neues Berichtsjahr an, indem sie auf den blauen Button „+ Neues Jahr“ klicken.
- Wählen Sie, ob Sie ein Basis-, ein Berichts-, oder ein Zieljahr anlegen wollen und geben Sie eine entsprechende Jahreszahl ein.
- Berichtsjahr: Es können mehrere Berichtsjahre angelegt werden, wobei diese nicht in der Zukunft liegen dürfen und nicht mit dem Basisjahr übereinstimmen dürfen.
- Basisjahr: Das Basisjahr darf nicht in der Zukunft liegen. Zusatz: Wenn Sie ein Basisjahr anlegen, wird automatisch das langfristige Zieljahr 2050 angelegt.
- Zieljahr: Es können mehrere Zieljahre erstellt werden. Diese dürfen nicht in der Vergangenheit liegen und dürfen noch nicht für ein anderes Berichts-/ Basisjahr verwendet werden. Zusätzlich zum automatisch erstellten Zieljahr 2050 kann ein zweites „kurzfristiges“ Zieljahr erstellt werden dessen Jahreszahl manuell angepasst werden kann.
- Nach dem Bestätigen durch das Klicken auf den Button „Neues Jahr erzeugen“ öffnet sich automatisch ein Tabellenblatt für das erstellte Jahr. Wählen Sie hier aus in welcher Form Sie Ihre Daten eintragen möchten. (siehe weiter unten).
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Begriff |
Bedeutung |
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Berichtsjahr |
Ist in der Regel das Jahr, auf das sich alle Angaben im Fragebogen beziehen. |
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Basisjahr |
Stellt in der Regel das erste Jahr dar, für das Sie umfassende Daten und Kenntnisse über die Treibhausgasemissionen Ihres Unternehmens gesammelt haben. |
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Zieljahr |
Stellt das Jahr dar, für das Ihr Unternehmen die Erreichung eines definierten Klimaziels anstrebt. |
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Hinweis Bitte beachten Sie, dass bei einer Änderung der Tabellenansicht alle bereits eingetragenen Daten des betreffenden Tabellenblattes gelöscht werden. |
Schritt 2: Dateneingabe
Sie können anhand der Verfügbarkeit Ihrer Daten entscheiden, in welcher Form Sie die Angaben eingeben. Dabei stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Scope 1, 2, 3 kombiniert: In diesem Tabellenreiter können Sie einen Intensitätswert aus der Summe aller drei Scopes, dividiert durch den Output Ihres Unternehmens berechnen.
- Scope 1, 2 kombiniert; Scope 3 separat: Unter diesem Tabellenreiter haben Sie die Möglichkeit Ihre Scope 1& 2 Werte kombiniert einzutragen und Scope 3 separat auszuweisen. – Ein Wert für Scope 1+2 und ein Wert für Scope 3.
- Scope 1, 2, 3 separat: Unter diesem Tabellenreiter können Sie die drei Scope-Werte separat voneinander eintragen. Dabei besteht die Möglichkeit, sowohl detaillierte Einzelwerte als auch Gesamtwerte anzugeben.
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Hinweis Bitte beachten Sie, dass bei einer Änderung der Tabellenansicht alle bereits eingetragenen Daten des betreffenden Tabellenblattes gelöscht werden. |
Beispiel
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Kombinierte Treibhausgasemissionen (Scope 1 und standortbezogen Scope 2) |
1.000tCO2e |
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Umsatzerlöse |
5.000.000€ |
Treibhausgasintensität = 1.000tCO2e/5.000.000€ = 0,0002t CO₂e pro €
Luft-, Wasser- und Bodenverschmutzung
Verschmutzung von Luft, Wasser und Boden
VSME B4
Falls Ihr Unternehmen bereits verpflichtet ist, seine Emissionen zu melden, oder Sie diese freiwillig melden, geben Sie die Menge (in kg) der entsprechenden Schadstoffe an, die Sie in Luft, Wasser und Boden emittieren.
Diese Frage soll klären, in welchem Umfang Ihr Unternehmen schädliche Stoffe direkt in die Umwelt abgibt, um die Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte und Umweltstandards transparent zu machen. Sie richtet sich insbesondere an Unternehmen mit Meldepflicht sowie an Unternehmen, die diese Informationen freiwillig offenlegen.
Zur Beantwortung müssen Sie die jährlichen Emissionsfrachten (in Kilogramm) für spezifische Schadstoffe angeben.
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Hinweis Eine Meldepflicht kann sich aus Vorgaben zuständiger Behörden ergeben, z. B. auf Grundlage nationaler Regelungen oder der Industrieemissionsrichtlinie (IED). Weitere Informationen zu Anforderungen an Unternehmen siehe auch VSME B4 ab Punkt 46. |
Beispiel
Ein österreichischer Metallbaubetrieb betreibt eine Lackieranlage, die unter die E-PRTR-Meldepflicht fällt. Für das Berichtsjahr hat das Unternehmen berechnet, dass durch die Absaugung der Lackierkabinen 450 kg flüchtige organische Verbindungen (VOC) in die Luft emittiert wurden. Gleichzeitig wurden nach der internen Abwasserreinigung 12 kg Zink-Rückstände im Wasser gemessen, die in die Kanalisation abgeleitet wurden. Das Unternehmen gibt diese Werte "450 kg VOC (Luft)" und "12 kg Zink (Wasser)" im Bericht an. Durch diese präzise Dokumentation belegt das KMU die Einhaltung der österreichischen Emissionsschutzverordnungen und schafft eine verlässliche Datenbasis für künftige Reduktionsmaßnahmen.
Luft: 450kg VOC
Wasser: 12kg Zink
Falls diese Informationen öffentlich zugänglich sind, können Sie auf das Dokument verweisen. Geben Sie dazu den Link in das Freitextfeld ein.
Diese Frage dient als Folgefrage zu den Angaben über Schadstoffe, die Ihr Unternehmen in Luft, Wasser und Boden emittiert.
Sofern die entsprechenden Daten veröffentlicht wurden, beantworten Sie die Frage bitte mit „Ja“ und geben Sie den entsprechenden Link im Freitextfeld an.
Biodiversität
Biodiversitätsempfindliche Gebiete
VSME B5
Listen Sie die Flächen (in Hektar oder m²) der Grundstücke auf, die Sie in oder in der Nähe eines Gebiets mit schutzbedürftiger Biodiversität besitzen, pachten oder verwalten.
Diese Frage dient dazu, festzustellen, ob Ihre Standorte eine besondere ökologische Verantwortung tragen, weil sie sich in geografischer Nähe zu wertvollen Naturschutzflächen befinden.
Zur Beantwortung müssen Sie Ihre Grundstücksdaten mit offiziellen Naturschutzregistern (wie Natura 2000, Nationalparks oder Naturschutzgebieten) abgleichen und die entsprechende Anzahl der betroffenen Liegenschaften sowie deren Fläche in m² oder Hektar angeben.
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Hinweis
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Beispiel
- Anzahl der Grundstücke: 1
- Fläche: 0,8 Hektar
- Lage: Das Grundstück befindet sich direkt innerhalb eines ökologisch sensiblen FFH-Gebiets.
Geben Sie folgende Kennzahlen in Bezug auf die Flächennutzung (in Hektar oder m²) Ihres Unternehmens an.
Diese Frage soll klären, wie viel physischen Raum Ihr Unternehmen beansprucht und wie sich diese Flächen auf die Umwelt auswirken, insbesondere im Hinblick auf die Bodenversiegelung und den Erhalt von Lebensräumen.
Zur Beantwortung benötigen Sie Ihre Grundstücks- oder Mietverträge, Lagepläne sowie aktuelle Bestandsaufnahmen Ihres Betriebsgeländes, um die Flächen in versiegelte (bebaute/asphaltierte) und naturnahe (unversiegelte/begrünte) Bereiche aufzuteilen.
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Begriff |
Bedeutung |
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Versiegelte Flächen |
sind Bereiche, auf denen der natürliche Boden bedeckt wurde – etwa durch Gebäude, Straßen oder Parkplätze – und dadurch kein Wasser mehr in den Boden gelangen kann. |
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Grün- bzw. naturnahe Flächen |
sind Bereiche, die der Erhaltung oder Förderung der Natur dienen. Sie können auf dem Firmengelände liegen, z. B. begrünte Dächer, Fassaden oder angelegte Biotope, oder auch außerhalb, sofern sie dem Unternehmen gehören oder von ihm gepflegt werden und hauptsächlich der Biodiversität zugutekommen. |
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Hinweis Zum Erkennen von Schutz- und biodiversitätssensiblen Gebieten können internationale Datenbanken wie die World Database on Protected Areas (WDPA), die Key Biodiversity Areas oder die IUCN Red List herangezogen werden. Auch Tools wie das IBAT-Tool können unterstützend genutzt werden. Als „nahe“ gilt ein Gebiet, das sich mit einem Gebiet mit schutzbedürftiger Biodiversität (teilweise) überschneidet oder an ein solches angrenzt. |
Auswirkungen auf Biodiversität
Wie wirken sich die Aktivitäten Ihres Unternehmens auf die Biodiversität aus?
Diese Frage ist optional zu beantworten. Sie dient dazu, die positiven und negativen Einflüsse Ihres Unternehmens auf die natürliche Vielfalt, Ökosysteme und Lebensräume zu analysieren.
Zur Beantwortung müssen Sie bewerten, ob Ihre Standorte, Ihre Lieferketten oder Ihre Produkte beispielsweise zu Landnutzungsänderungen, Verschmutzung oder der Verbreitung invasiver Arten beitragen.
Beispiel
Ein mittelständischer österreichischer Lebensmittelproduzent hat untersucht, wie sich der Bau einer neuen Lagerhalle auf die lokale Natur auswirkt. Da für die Halle eine bisherige Wiese versiegelt wurde, stellte das Unternehmen eine negative Auswirkung auf die lokale Biodiversität fest. Als Gegenmaßnahme und zur Förderung positiver Effekte hat der Betrieb auf dem verbleibenden Firmengelände eine Blühwiese mit heimischen Wildpflanzen angelegt und das Dach der Halle begrünt. Durch diese Analyse gemäß dem österreichischen Naturschutzrecht kann das Unternehmen im Bericht transparent darlegen, welche Belastungen entstehen und wie es aktiv zur Wiederherstellung von Lebensräumen beiträgt.
Wasser
Wasserverbrauch
VSME B6
Geben Sie die entnommene Wassermenge aller Standorte an.
Diese Frage dient dazu, den gesamten Wasserbedarf Ihres Unternehmens über alle Betriebsstätten hinweg zu erfassen, um die kumulierte Abhängigkeit von dieser Ressource darzustellen.
Zur Beantwortung müssen Sie die Wasserbezugsmengen (aus Leitungsnetz, Grundwasser oder Oberflächenwasser) aller Ihrer Standorte – egal ob Produktion, Lager oder Verwaltung – addieren und in Kubikmetern (m³) angeben. Runden Sie das Ergebnis auf 2 Kommastellen.
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Begriff |
Bedeutung |
Beispiele |
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Wasserentnahme |
Wasserentnahme bezieht sich auf die Menge an Wasser, das während des Berichtszeitraums aus einer beliebigen Quelle in die Organisationsgrenzen des Unternehmens eingebracht wird. |
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Anleitung zum richtigen Ausfüllen der Tabelle
Schritt 1: Neues Jahr anlegen
- Zum Eintragen der Werte legen Sie ein neues Berichtsjahr an, indem sie auf den blauen Button „+ Neues Jahr“ klicken.
- Wählen Sie, ob Sie ein Basis-, ein Berichts-, oder ein Zieljahr anlegen wollen und geben Sie eine entsprechende Jahreszahl ein.
- Berichtsjahr: Es können mehrere Berichtsjahre angelegt werden, wobei diese nicht in der Zukunft liegen dürfen und nicht mit dem Basisjahr übereinstimmen dürfen.
- Basisjahr: Das Basisjahr darf nicht in der Zukunft liegen. Zusatz: Wenn Sie ein Basisjahr anlegen, wird automatisch das langfristige Zieljahr 2050 angelegt.
- Zieljahr: Es können mehrere Zieljahre erstellt werden. Diese dürfen nicht in der Vergangenheit liegen und dürfen noch nicht für ein anderes Berichts-/ Basisjahr verwendet werden. Zusätzlich zum automatisch erstellten Zieljahr 2050 kann ein zweites „kurzfristiges“ Zieljahr erstellt werden dessen Jahreszahl manuell angepasst werden kann.
- Nach dem Bestätigen durch das Klicken auf den Button „Neues Jahr erzeugen“ öffnet sich automatisch ein Tabellenblatt für das erstellte Jahr. Wählen Sie hier aus in welcher Form Sie Ihre Daten eintragen möchten. (siehe weiter unten).
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Begriff |
Bedeutung |
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Berichtsjahr |
Ist in der Regel das Jahr, auf das sich alle Angaben im Fragebogen beziehen. |
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Basisjahr |
Stellt in der Regel das erste Jahr dar, für das Sie umfassende Daten und Kenntnisse über die Treibhausgasemissionen Ihres Unternehmens gesammelt haben. |
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Zieljahr |
Stellt das Jahr dar, für das Ihr Unternehmen die Erreichung eines definierten Klimaziels anstrebt. |
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Hinweis Bitte beachten Sie, dass bei einer Änderung der Tabellenansicht alle bereits eingetragenen Daten des betreffenden Tabellenblattes gelöscht werden. |
Schritt 2: Dateneingabe
Sie können anhand der Verfügbarkeit Ihrer Daten entscheiden, in welcher Form Sie die Angaben eingeben. Dabei stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Summierte Ansicht: Sie geben den gesamten Wasserverbrauch als einen Gesamtwert ein.
- Detaillierte Ansicht: Diese Ansicht ermöglicht es Ihnen, den Wasserverbrauch aufgeschlüsselt zu erfassen und damit die Transparenz Ihrer Angaben zu erhöhen.
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Hinweis Achten Sie bei der Dateneingabe auf die korrekte Mengeneinheit! Umrechnung von L in m³ Volumen in m³ = Volumen in L / 1000 Beachten Sie, dass Sie die Einheit als auch die Ansicht wählen, bevor Sie beginnen die Tabelle auszufüllen, da bei einer nachträglichen Änderung die eingegebenen Daten nicht gespeichert werden. |
Menge des an Standorten in Gebieten mit hohem Wasserstress entnommenen Wassers
Diese Frage soll klären, inwieweit Ihr Unternehmen Wasser aus Regionen bezieht, in denen Wasserknappheit herrscht und der Verbrauch daher besonders kritische Auswirkungen auf die Umwelt und die lokale Gemeinschaft hat.
Zur Beantwortung müssen Sie prüfen, ob sich Ihre Betriebsstandorte in geografischen Zonen befinden, die als "Wasserstressgebiete" eingestuft sind, und die dort entnommene Wassermenge (in m³) ausweisen. Runden Sie das Ergebnis auf 2 Kommastellen.
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Hinweis Zur Einschätzung des Wasserstresslevels können Sie lokale Wasserbehörden oder frei verfügbare Tools wie den Aqueduct Water Risk Atlas des WRI nutzen. Ein Wert des Basisindikators für Wasserstress von über 40 % weist auf ein Gebiet mit hohem Wasserstress hin. |
Wasserableitung aus den Produktionsprozessen Ihres Unternehmens
Diese Frage soll klären, welche Mengen an Abwasser durch Ihre betriebliche Tätigkeit entstehen und wie diese in die Umwelt oder die Kanalisation zurückgeführt werden.
Zur Beantwortung benötigen Sie die Daten über die gesamte Abwassermenge (in m³), die über die Kanalisation (Indirekteinleiter) oder direkt in ein Gewässer (Direkteinleiter) abgeleitet wurde, was meist über Abwasserzähler oder die Verrechnung des Wasserversorgers dokumentiert wird. Runden Sie das Ergebnis auf 2 Kommastellen.
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Begriff |
Bedeutung |
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Ableitung von Wasser |
„Ableitung von Wasser“ bezieht sich z. B. auf die Menge an Wasser, das direkt in Gewässer wie Seen oder Flüsse oder die öffentliche Kanalisation eingeleitet oder an andere Unternehmen zur kaskadierenden Wassernutzung weitergeleitet wird. Sie kann als Wasseroutput des Unternehmens betrachtet werden. |
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Hinweis Umrechnung von L in m³ Volumen in m³ = Volumen in m³ = Volumen in L / 1000 |
Geben Sie den Gesamtwasserverbrauch an.
Diese Frage soll klären, welche Menge an Wasser Ihr Unternehmen insgesamt aus verschiedenen Quellen bezieht, minus der Menge an Wasser welches wieder zurückgeführt wird, um die Auswirkungen Ihrer Geschäftstätigkeit auf die lokalen Wasserressourcen zu bewerten.
Zur Beantwortung benötigen Sie die Summe aller im Berichtszeitraum verbrauchten Wassermengen in Kubikmetern (m³), die Sie üblicherweise aus den Abrechnungen Ihres Wasserversorgers oder durch eigene Zählerstände (z. B. bei Brunnennutzung) ermitteln können. Runden Sie das Ergebnis auf 2 Kommastellen.
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Begriff |
Bedeutung |
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Wasserverbrauch |
Der Wasserverbrauch ist die Menge an Wasser, das in die Systemgrenzen des Unternehmens eingebracht wird und nicht in die Wasserumwelt zurückgeführt wird oder werden soll bzw. nicht an einen Dritten weitergeleitet wird oder werden soll. Dies betrifft typischerweise verdunstetes oder verdampftes Wasser (z. B. in thermischen Energieprozessen wie Trocknung oder Stromerzeugung), in Produkte integriertes Wasser z. B. in der Lebensmittelproduktion) oder Wasser für Bewässerungszwecke (z. B. in der Landwirtschaft oder zur Bewässerung in Betriebsstätten). |
Berechnung
Wasserverbrauch = (Wasserentnahme) – Ableitungen von Wasser.
Nutzen Sie für die Berechnung den Wert, den Sie unter dem Punkt Wasserentnahme ganz oben in der Frage in die Tabelle eingetragen haben. Subtrahieren Sie von diesem die Menge des abgeleiteten Wassers (Wert aus der Vorfrage).
Reduktionsmaßnahmen - Wasser
Welche Maßnahmen setzt Ihr Unternehmen zur Reduktion des Wasserverbrauchs?
Diese Frage ist optional zu beantworten. Sie dient dazu, darzustellen, wie verantwortungsbewusst Ihr Betrieb mit der wertvollen Ressource Wasser umgeht und welche Schritte Sie unternehmen, um den Verbrauch sowie die damit verbundenen Kosten zu senken.
Zur Beantwortung sollten Sie konkrete technische oder organisatorische Veränderungen nennen, wie etwa den Einbau wassersparender Armaturen, die Nutzung von Regenwasser oder die Optimierung von Reinigungsprozessen.
Beispiel
Ein österreichischer Textilreinigungsbetrieb hat seinen Wasserverbrauch analysiert und festgestellt, dass große Mengen an Trinkwasser für die Vorwäsche genutzt werden. Als Maßnahme installierte das Unternehmen eine Wasserrecyclinganlage, die das leicht verschmutzte Spülwasser filtert und für den nächsten Waschgang wiederverwendet. Zusätzlich wurden alle Handwaschbecken in den Sozialräumen mit Infrarot-Sensoren ausgestattet, um unnötigen Durchlauf zu stoppen. Durch diese Maßnahmen konnte das KMU seinen Frischwasserbezug um 30 % senken.
Abfall & Recycling
Kreislaufwirtschaft
VSME B7
Geben Sie an, ob Ihr Unternehmen die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft anwendet. Wenn ja, beschreiben Sie die wichtigsten Prinzipien Ihrer Kreislaufstrategie.
Diese Frage soll klären, ob Ihr Betrieb bereits Strategien verfolgt, um Produkte und Materialien so lange wie möglich im Wirtschaftskreislauf zu halten und Abfall zu vermeiden.
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Hinweis Die wichtigsten Prinzipien einer Kreislaufwirtschaft werden von der Ellen MacArthur Foundation definiert.
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Beispiel
Ein österreichischer Hersteller von Büromöbeln wendet die Grundsätze der Kreislaufwirtschaft aktiv an. Die Strategie basiert auf dem Prinzip „Design for Disassembly“: Möbel werden so konstruiert, dass einzelne Teile (wie Polster oder Rollen) leicht ausgetauscht oder repariert werden können, statt das gesamte Möbelstück zu entsorgen. Zudem bietet das Unternehmen einen Rücknahmeservice für Altmöbel an, um verwertbare Holz- und Metallteile als Sekundärrohstoffe in die eigene Produktion zurückzuführen.
Abfallaufkommen
VSME B7
Kann Ihr Unternehmen das Abfallaufkommen für das Berichtsjahr angeben?
Diese Frage soll klären, ob Ihr Unternehmen über ein funktionierendes Abfallmanagement verfügt und in der Lage ist, die anfallenden Stoffströme lückenlos zu dokumentieren.
Zur Beantwortung müssen Sie bestätigen, ob Sie alle Abfallmengen (in Tonnen) für den Berichtszeitraum erfasst haben.
Geben Sie an, welche Menge an Abfällen bei Ihnen im Berichtsjahr im Unternehmen angefallen sind.
Diese Frage soll klären, wie groß das gesamte Abfallaufkommen Ihres Unternehmens ist, um die absolute Umweltbelastung durch Reststoffe zu bewerten.
Zur Beantwortung müssen Sie die Summe aller Abfallarten (gefährlich und nicht gefährlich) bilden, die in Ihrem Betrieb im Laufe des Jahres angefallen sind, unabhängig davon, ob diese später recycelt, verbrannt oder deponiert wurden.
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Hinweis zum Ausfüllen der Tabelle
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Beachten Sie, dass Sie die Einheit als auch die Ansicht wählen, bevor Sie beginnen die Tabelle auszufüllen, da bei einer nachträglichen Änderung die eingegebenen Daten nicht gespeichert werden.
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Begriff |
Bedeutung |
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Berichtsjahr |
Es können mehrere Berichtsjahre angelegt werden, diese dürfen nicht in der Zukunft liegen und nicht mit Basisjahren übereinstimmen. |
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Basisjahr |
Das Basisjahr bildet die Ausgangssituation ab und wird für die Erreichung der Zielwerte als Referenz herangezogen. |
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Zieljahr |
Zieljahre dürfen nicht in der Vergangenheit liegen und dürfen noch nicht für ein anderes Berichts-/ Basisjahr verwendet werden. Zielwerte beziehen sich auf |
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Gefährliche Abfälle |
Abfall, der eine oder mehrere der in Anhang III Richtlinie 2008/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Abfälle aufgeführten gefährlichen Eigenschaften aufweist. Z.B. |
Summierte Daten: Hier können nur Summen der einzelnen Abfallarten eingetragen werden. Diese werden anschließend automatisch aufsummiert.
Detaillierte Daten: Hier haben Sie die Möglichkeit zugrundeliegende Informationen zu den jeweiligen
Abfallmengen einzutragen. Diese Detailinformationen werden pro Abfallart automatisch zu einem Gesamtwert aufsummiert.
Über den Button „Neue Eingabe“ können zusätzliche Kategorien in den einzelnen Abfallarten ergänzt werden.
Recycling von Abfällen
VSME B7
Geben Sie die jährliche Gesamtmenge der Abfälle an, die für Recycling- oder Wiederverwendung vorgesehen sind.
Diese Frage zeigt welche Abfallmengen im Zuge der Kreislaufwirtschaft nicht entsorgt, sondern wiederverwertet werden.
Zur Beantwortung addieren Sie die Mengen der gefährlichen und nicht gefährlichen Abfälle (in Tonnen), die im Berichtszeitraum nachweislich an Entsorgungsbetriebe zur Wiederverwendung oder zum Recycling übergeben wurden. Runden Sie das Ergebnis auf 2 Kommastellen.
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Hinweis Bei seinen Informationen über die jährliche Gesamtmenge der Abfälle, die zum Recycling oder zur Wiederverwendung umgeleitet werden, sollten die Abfälle berücksichtigt werden, die sortiert und Recycling- oder Wiederverwendungseinrichtungen zugeführt werden (z. B. Menge der in Recyclingbehältern gesammelten Abfälle oder Sortierung von Abfällen in bestimmte Materialkategorien und deren Abgabe bei Abfallbehandlungsanlagen), und nicht die Abfälle, die tatsächlich recycelt oder wiederverwendet werden. |
Geben Sie die Menge der gefährlichen Abfälle an, die für Recycling- oder Wiederverwendung vorgesehen sind.
Diese Frage soll klären, in welchem Umfang Ihr Unternehmen gefährliche Stoffe, die ein Risiko für Mensch und Umwelt darstellen, nicht einfach entsorgt, sondern durch spezialisierte Verfahren wieder nutzbar macht.
Zur Beantwortung müssen Sie Ihre Abfallaufzeichnungen (z. B. Begleitscheine für gefährliche Abfälle) prüfen und die Mengen jener Abfälle zusammenfassen, die nachweislich zur Wiederverwendung oder zum Recycling an einen lizenzierten Entsorgungsfachbetrieb übergeben wurden. Runden Sie den Betrag auf 2 Kommastellen.
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Begriff |
Bedeutung |
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Gefährliche Abfälle |
Abfall, der eine oder mehrere der in Anhang III Richtlinie 2008/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates über Abfälle aufgeführten gefährlichen Eigenschaften aufweist. |
Beispiel
Ein österreichischer Reparaturbetrieb für Landmaschinen sammelt gebrauchte Schmieröle und lösemittelhaltige Reinigungsmittel, die gemäß der Anhang III Richtlinie 2008/98/EG des Europäischen Parlaments und des Rates bzw. Abfallverzeichnisverordnung als gefährlich eingestuft sind. Anstatt diese nur thermisch zu verwerten (zu verbrennen), beauftragt das Unternehmen einen Spezialentsorger, der das Altöl durch Raffination wieder zu Basisöl aufbereitet. Das Unternehmen dokumentiert für das Jahr eine Menge von "800 Kilogramm gefährlicher Abfall für das Recycling".
Geben Sie die Menge der NICHT gefährlichen Abfälle an, die für Recycling- oder Wiederverwendung vorgesehen sind.
Diese Frage dient dazu, den Anteil Ihres Abfalls zu erfassen, der im Sinne der Kreislaufwirtschaft als wertvolle Ressource zurückgewonnen wird, anstatt auf Deponien oder in Verbrennungsanlagen zu landen.
Zur Beantwortung benötigen Sie die Wiegescheine oder Entsorgungsbestätigungen Ihrer Abfallwirtschaftspartner für Stoffe wie Papier, Karton, Metalle oder Kunststoffe, die im Berichtszeitraum zur Wiederverwendung oder zum Recycling abgeholt wurden. Runden Sie den Betrag auf 2 Kommastellen.
Beispiel
Ein österreichischer Großhandel für Bürobedarf hat seine jährliche Abfallbilanz ausgewertet. Dabei wurde festgestellt, dass insgesamt 12 Tonnen Altpapier und Kartonagen sowie 2 Tonnen saubere PE-Folien angefallen sind. Da diese Stoffe über einen zertifizierten Entsorgungsfachbetrieb sortenrein dem Recycling zugeführt wurden, gibt das Unternehmen im ESG-Bericht eine Menge von "14 Tonnen nicht gefährlicher Abfall für Recycling" an.
Materialströme
VSME B7
Falls Ihr Unternehmen in einem Sektor mit bedeutenden Materialflüssen tätig ist, geben Sie den jährlichen Massenstrom der verwendeten relevanten Materialien an.
Diese Frage soll klären, welche physischen Mengen an Rohstoffen und Materialien Ihr Unternehmen verbraucht, um die Ressourceneffizienz und die Abhängigkeit von natürlichen Rohstoffen zu bewerten. Sie betrifft nur Unternehmen der NACE-Codes C - Herstellung, NACE F – Bau und NACE N82.92 Verpackung.
Zur Beantwortung benötigen Sie die Gewichtsdaten (z. B. in Tonnen oder Kilogramm) Ihrer wichtigsten Input-Materialien, wie Rohstoffe, Hilfsstoffe oder Verpackungen, die im Berichtszeitraum für Ihre Produktion oder Dienstleistung eingekauft wurden.
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Hinweis Nähere Informationen zu diesem Thema finden Sie im VMSE unter Punkt 108. |
Beispiel
Ein österreichischer Metallverarbeitungsbetrieb, der Bauteile für die Automobilindustrie fertigt, hat für das vergangene Geschäftsjahr seine Materialflüsse ausgewertet. Die Einkaufsabteilung lieferte dazu die Daten aus dem Warenwirtschaftssystem: Es wurden 450 Tonnen Stahlblech, 15 Tonnen Aluminiumkomponenten und 5 Tonnen Verpackungsmaterial (Holzpaletten und Kartonagen) verbraucht. Das Unternehmen gibt im Bericht diese Gesamtsumme von 470 Tonnen als jährlichen Massenstrom an. Durch diese Transparenz kann das KMU in den Folgejahren genau dokumentieren, ob Maßnahmen wie die Optimierung von Schnittmustern den Materialeinsatz pro verkauftem Produkt erfolgreich senken konnten, was sowohl ökologisch als auch ökonomisch (Materialkostensenkung) sinnvoll ist.
Reduktionsmaßnahmen - Abfall
Welche Maßnahmen ergreift Ihr Unternehmen zur Verringerung des Müllanfalls?
Diese Frage ist optional zu beantworten. Sie dient dazu, darzustellen, wie Ihr Unternehmen Ressourcen schont und die Umweltbelastung durch Abfälle minimiert, um den Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft zu unterstützen.
Zur Beantwortung benötigen Sie Informationen über Ihre aktuellen Prozesse zur Abfallvermeidung, Wiederverwendung von Materialien oder zur Optimierung der Mülltrennung gemäß der Abfallhierarchie.
Beispiel
Ein österreichischer Produktionsbetrieb für Kunststoffteile hat analysiert, dass bei der Fertigung große Mengen an Verschnitt anfallen. Als Maßnahme hat das Unternehmen eine moderne Schneidemaschine angeschafft, die den Verschnitt um 15 % reduziert (Vermeidung), und führt die verbleibenden Reste direkt wieder dem eigenen Schmelzprozess zu (Recycling). Zusätzlich wurde in der Kantine auf Mehrwegsysteme umgestellt und ein digitales Dokumentenmanagement eingeführt, um den Papierverbrauch zu senken.
Klimabedingte Risiken
Auswirkungen von Klimawandel und Katastrophen
VSME C4
Falls Ihr Unternehmen klimabedingte Gefahren und klimabedingte Übergangsereignisse ermittelt hat, aus denen sich bei Bruttobetrachtung klimabedingte Risiken für das Unternehmen ergeben, geben Sie diese an. Ordnen Sie jedem ausgewählten Risiko eine Zeitspanne zu (kurz-, mittel- oder langfristig).
Diese Frage soll klären, welche konkreten Gefahren Sie für Ihren Betrieb identifiziert haben und in welchem zeitlichen Rahmen diese voraussichtlich eintreten oder wirksam werden.
Zur Beantwortung müssen Sie die Risiken auflisten, die ohne Berücksichtigung von bereits getroffenen Schutzmaßnahmen (Bruttobetrachtung) bestehen, und diese in kurzfristig (meist bis 1 Jahr), mittelfristig (2–5 Jahre) oder langfristig (über 5 Jahre) unterteilen.
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Begriff |
Bedeutung |
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Klimabedingte Gefahren |
sind klimabedingte physische Risiken, die sich aus den Auswirkungen des Klimawandels auf das Unternehmen ergeben. |
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Klimabedingte Übergangsereignisse |
können z. B. verstärkte Verpflichtung zur Emissionsberichterstattung, Kosten für den Übergang zu emissionsärmeren Technologien, höhere Rohstoffkosten oder verstärktes Anliegen von Interessengruppen sein. |
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Klimabedingte Risiken |
Risiken die infolge der Exposition der Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten des Unternehmens gegenüber klimabedingten Gefahren auftreten können. |
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Bruttobetrachtung |
Die Bruttobetrachtung in der Nachhaltigkeitsberichterstattung bezeichnet die Ermittlung von Auswirkungen, Risiken und Chancen vor der Verrechnung mit mildernden Maßnahmen. |
Beispiel
Ein österreichisches Transportunternehmen hat im Rahmen seiner Wesentlichkeitsanalyse zwei Hauptrisiken ermittelt. Erstens wurde die Einführung einer deutlich höheren CO2-Abgabe auf fossile Kraftstoffe als kurzfristiges Übergangsrisiko identifiziert, da dies die Betriebskosten unmittelbar erhöht. Zweitens wurde die Zunahme von schweren Hagelstürmen, die den Fuhrpark auf dem unüberdachten Betriebsgelände beschädigen könnten, als mittelfristiges physisches Risiko eingestuft. Durch diese zeitliche Zuordnung kann das KMU priorisieren, ob es zuerst in die Umstellung auf E-Lkw investiert oder den Bau von Schutzüberdachungen für die Stellplätze vorzieht.
Beschreiben Sie, (1) welche nachteiligen Auswirkungen auf Ihre finanzielle Leistungsfähigkeit oder Ihre Geschäftstätigkeit sich kurz-, mittel- oder langfristig aus den klimabedingten Risiken ergeben könnten und (2) ob Sie die Risiken als hoch, mittel oder niedrig einschätzen.
Diese Frage dient dazu, die potenziellen finanziellen Folgen des Klimawandels für Ihr Unternehmen greifbar zu machen und die Dringlichkeit von Gegenmaßnahmen einzuordnen.
Zur Beantwortung müssen Sie bewerten, wie sich Wetterextreme oder neue Umweltauflagen auf Ihre Kosten, Umsätze oder den Wert Ihrer Anlagen in verschiedenen Zeiträumen auswirken könnten.
Beispiel
Ein österreichischer Obstbaubetrieb hat eine Risikoanalyse durchgeführt.
- Auswirkungen: Kurzfristig führen zunehmende Spätfröste zu Ernteausfällen und höheren Versicherungsprämien. Mittelfristig steigen die Investitionskosten für Bewässerungssysteme aufgrund längerer Trockenperioden. Langfristig könnte die aktuelle Sorte durch Auswirkungen des Klimawandels unrentabel werden, was einen teuren Umbau der gesamten Plantagen erfordert.
- Einschätzung: Das Unternehmen stuft das Risiko als hoch ein, da die Existenz direkt von stabilen Wetterbedingungen abhängt und die finanziellen Puffer des KMU durch wiederholte Ernteausfälle stark belastet würden.
Beschreiben Sie, (1) wie Ihr Unternehmen die klimabedingten Gefahren und klimabedingte Übergangsereignisse ermittelt hat und (2) inwieweit seine Vermögenswerte, Tätigkeiten und Wertschöpfungskette von diesen Risiken und Übergangsereignissen betroffen sind.
Diese Frage soll klären, welchen Prozess Ihr Unternehmen nutzt, um Risiken durch den Klimawandel (z. B. Hochwasser) oder den Umstieg auf eine CO2-arme Wirtschaft (z. B. neue Gesetze) zu erkennen und wie stark Ihr Betrieb davon finanziell oder operativ betroffen ist.
Zur Beantwortung benötigen Sie eine einfache Risikoanalyse Ihrer Standorte, eine Bewertung Ihrer wichtigsten Lieferanten sowie eine Einschätzung, ob Ihre Produkte oder Dienstleistungen durch künftige Umweltvorgaben unter Druck geraten könnten.
Beispiel
Ein österreichisches Produktionsunternehmen für Metallwaren hat im Rahmen eines Workshops seine Standorte analysiert und festgestellt, dass die Produktionshalle in der Nähe eines Baches liegt, der bei Starkregen zunehmend über die Ufer tritt (physisches Risiko). Zudem wurde erkannt, dass die steigenden CO2-Preise die Kosten für Rohmaterialien in der Wertschöpfungskette massiv erhöhen (Übergangsrisiko). Das Unternehmen beschreibt im Bericht, dass es diese Gefahren durch eine Standort-Checkliste und regelmäßige Marktbeobachtung ermittelt hat und nun 20 % seiner Vermögenswerte als hochwassergefährdet einstuft, weshalb gezielte Investitionen in Schutzwälle und Lieferantendiversifizierung geplant sind.
Maßnahmen zu identifizierten Risiken
VSME C4
Geben Sie an, ob Ihr Unternehmen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in Bezug auf identifizierte klimabezogene Risiken und Übergangsereignisse ergriffen hat.
Diese Frage dient dazu, aufzuzeigen, wie proaktiv Ihr Unternehmen auf die Folgen des Klimawandels reagiert, um den langfristigen Fortbestand des Betriebs zu sichern.
Zur Beantwortung müssen Sie prüfen, ob Sie konkrete Strategien oder bauliche Veränderungen umgesetzt haben, die Ihre Standorte oder Lieferketten vor Extremwetter (physische Risiken) oder regulatorischen Änderungen (Übergangsrisiken) schützen.
Beispiel
Ein österreichisches Logistikunternehmen mit einem großen Lagerstandort hat festgestellt, dass zunehmende Hitzeperioden die Arbeitsfähigkeit der Mitarbeitenden und die Kühlketten gefährden.
Als Anpassungsmaßnahme installierte das Unternehmen eine großflächige Photovoltaikanlage zur Eigenstromversorgung der Kühlung und investierte in eine verbesserte Dachisolierung sowie ein natürliches Beschattungssystem. Durch diese Maßnahmen reduziert das KMU das Risiko von Betriebsausfällen durch Hitzewellen.
Da das Unternehmen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in Bezug auf identifizierte klimabezogene Risiken und Übergangsereignisse ergriffen hat beantwortet es die Frage kann mit ja.
Sonstiges
Sonstige Informationen im Bereich Environment VSME
Erfassen Sie zusätzlich zu den Anforderungen dieses Fragebogens auch unternehmensspezifische oder branchenspezifische Nachhaltigkeitsinformationen im Bereich Environment, um eine umfassendere und glaubwürdigere Berichterstattung zu ermöglichen?
Falls ja, können Sie das Freitextfeld nutzen, um diese auszuführen.
Diese Frage ist optional zu beantworten und kann mit Kennzahlen und/oder beschreibenden Angaben ausgefüllt werden. Sie kann mit der Option „Frage nicht beantworten“ markiert werden, oder mit einem kurzen Satz beantwortet werden. Die Angaben sollen bei der Erstellung relevanter, wahrheitsgetreuer, vergleichbarer, verständlicher und überprüfbarer Informationen helfen. Hier können individuelle Besonderheiten und Werte des Betriebs hervorgehoben werden.
Angaben zu diesem Punkt können dem Unternehmen dabei helfen sich vor Greenwashing-Vorwürfen zu schützen. Eine transparente Offenlegung seiner Nachhaltigkeitsdaten kann einem Unternehmen darüber hinaus einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
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Begriff |
Bedeutung |
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Unternehmensspezifisch |
Angabe zu Nachhaltigkeitsaspekten, die für das Unternehmen spezifisch sind. |
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Branchenspezifisch |
Angabe zu Nachhaltigkeitsaspekten, die in der eigenen Branche üblich sind. |
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Hinweis Eine detaillierte Liste mit Beispielen zu Nachhaltigkeitsaspekten ist in Anhang A dieses Handbuches aufgeführt. |
Beispiel
Ein österreichischer Textilverarbeitungsbetrieb hat neben den CO2-Emissionen auch seinen Wasserverbrauch und die Abwasserqualität als branchenspezifisches Thema identifiziert. Da die Färbeprozesse sehr wasserintensiv sind, erfasst das Unternehmen zusätzlich die Menge des recycelten Prozesswassers und den Einsatz biologisch abbaubarer Farbstoffe. Durch die Angabe dieser Zusatzdaten im Freitextfeld zeigt das KMU, dass es die wesentlichen ökologischen Risiken seiner Branche verstanden hat und proaktiv steuert. Dies erhöht die Glaubwürdigkeit gegenüber kritischen Stakeholdern und Großkunden erheblich.